DETTELBACH

Pilgernd bunten Punkten folgen

Kleine Pilger: Vorschulkinder aus dem Kinderhaus Sankt Sebastian in Dettelbach waren die ersten, die den Pilgerführer für Kinder bekamen. Die Büchlein überreichten die Graphikerin Petra Reißmann und Jörg-Peter Nietschmann vom Sponsor Liga Bank in Regensburg. Foto: RALF Weiskopf

„Dettelbacher Pilgervolk für Kinder“ steht über dem Abbild einer Jakobsmuschel auf dem roten Umschlag eines kleinen quadratischen Hefts, das man an einer Kordel um den Hals tragen kann. „Den Skulpturenweg Dettelbach kindgerecht entdecken, erleben und erfahren“ ist der Anspruch und die Idee hinter dem kleinen Kulturführer.

Der wurde im Kinderhaus Sankt Sebastian in Dettelbach vor zahlreichen Ehrengästen – darunter Domkapitular Clemens Bieber als Vorsitzender des Caritasverbandes Würzburg, Stadtpfarrer Pater Johannes Messerer, stellvertretender Bürgermeister Manfred Berger, Jörg Peter Nietschmann von der Liga Bank in Regensburg, Mitglieder des Kindergartenbeirates und des Kulturhistorischen Kreises – offiziell vorgestellt.

„Jugend ohne Glaube, ist wie ein Tag ohne Sonne.“

Zitat von Thomas Moore, irischer Dichter

Die Idee zu dem kleinen Büchlein, das mit viel Liebe zum Detail von der Graphikerin Petra Reißmann gestaltet wurde, hatten Kinderhausleiterin Katharina Müller und Erzieherin Manuela Walter. Finanziert wurde das Projekt durch eine Spende der Liga Bank.

„Jugend ohne Glaube, ist wie ein Tag ohne Sonne“, dieses Zitat von Thomas Moore stellte Müller an den Anfang ihrer Buchvorstellung. Mit dem Pilgerführer für Kinder, dessen Entwurf zusammen mit Kindergartenkindern entstand, die den Weg abgingen und die Kunstwerke mit allen Sinnen erleben durften, wolle sie Eltern und Kinder dazu ermuntern, den Skulpturenweg vom Startpunkt am Maintor, entlang seiner sieben Stationen, bis zum Ziel, der Wallfahrtskirche Maria am Sand, bewusst gemeinsam zu gehen. „Es gibt auf diesem inspirierenden Gang viel Spannendes zu entdecken“, so Kinderhausleiterin Müller. Die Idee zu dem Führer sei bereits 2005 geboren worden, berichtete die Autorin. Damals hatten Bildhauer aus unterschiedlichen Nationen anlässlich der Feier zum 500. Jubiläum Dettelbachs als Wallfahrtsort, ihre Werke gefertigt und entlang des Weges aufgestellt. Schon damals sei sie mit den Kindergartenkindern öfter bei den Künstlern gewesen und im Jahr 2011 habe man sich dann sehr intensiv mit den Werken entlang des Weges beschäftigt, berichtete Müller.

„Der Pilgerweg ist ein Kleinod vor unserer Haustür“, sagte Müller und bedauerte, dass die Kunstwerke von manchen Dettelbachern als „Steebrocken“ gering geschätzt würden. Jeder Stein habe seinen besonderen Platz gefunden und die Kinder hätten auf ihrer spannenden Reise auf den Spuren der Pilger durch Dettelbach, für die eigens Pilgerstäbe gefertigt wurden und an der Auseinandersetzung mit der modernen Kunst ihre Freude gehabt, berichtete die Autorin. Damit auch in Zukunft Kinder allerlei Spannendes erleben können, sei der Pilgerführer entstanden.

Mit Hilfe des Büchleins gelangt man, geleitet von farbigen Punkten, von Kunstwerk zu Kunstwerk. Enthalten sind deren Kurzbeschreibung und der Name des jeweiligen Künstlers. Am Ziel, der Wallfahrtskirche, bekommt jedes Kind, das den Weg gegangen ist, einen Pilgerstempel in sein Büchlein. Die ersten Exemplare wurden den Vorschulkindern von Sankt Sebastian übergeben. In Zukunft ist der Pilgerführer im Informationszentrum, der Stadt- und der Wallfahrtskirche erhältlich.

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