KITZINGEN

Punk und Peace für guten Zweck

Wohlfeile Kunstwerke: Die beiden Skulpturen Peace und Punk sollen zu Gunsten der Hungerhilfe in Afrika und des Vereins A... Foto: RALF WEISKOPF

Zwei überdimensionale Finger ragen aus dem Boden und spreizen sich zum „Peace“ oder Victoryzeichen. Nur wenig daneben ragt mannshoch ein Kopf mit Irokesenfrisur aus dem Erdreich. Er ist eine der meistfotografierten Kunstwerke auf der Kleinen Gartenschau.

Peace und Punk sind die Namen der beiden hölzernen Kunstwerke. Während der Schau sind sie auf dem von den Obst- und Gartenbauvereinen bewirtschafteten „Feld für Hans Klug“, in einem leicht verwilderten Gartenteil und sollen die Freiheit und Wildheit der Jugend verkörpern, berichtet die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landschaftspflege am Landratsamt Kitzingen, Mechthild Engert.

Mit der Motorsäge am Werk

Geschaffen haben die beiden mit der Motorsäge ausgeschnittenen Kunstwerke Jugendliche und junge Erwachsene, die beim Sozialprojekt Aplawia arbeiten, in Zusammenarbeit mit dem Künstler und Grafiker Marcus Schmitt. Das Holz stammt von alten Obstbäumen, die gefällt werden mussten und das beim Landratsamt eingelagert worden war, so Mechthild Engert. Fest im Boden verankert und aufgestellt haben sie Mitarbeiter der ebenfalls zur Aplawia gehörenden Baufirma SDA, berichtete deren Geschäftsführer und Ausbilder bei Aplawia, Volker Lang am Freitagvormittag bei einem Pressetermin.

Nur noch wenige Tage, dann ist die Gartenschau vorüber und die beiden Skulpturen, die bei den Besuchern immer wieder für Aufsehen sorgten und auf breite Anerkennung stießen, suchen ein neues Zuhause.

„Wir hatten eine Idee“, sagte Aplawia-Geschäftsführer Knut Roßberg: „Wir wollen die beiden Skulpturen meistbietend versteigern.“ Der Erlös soll, nach dem Wunsch des Künstlers Marco Schmitt, zur einen Hälfte der Hungerhilfe für Afrika zu Gute kommen. Die andere Hälfte soll in die Kasse des Sozialprojekts Aplawia fließen, dem nach massiven finanziellen Kürzungen der Mittel für die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen und zur Förderung von Jugendlichen durch die Bundesregierung so langsam das Geld ausgeht, wie Rosberg sagte.

Ab 500 Euro aufwärts

Knut Rosberg hofft jetzt auf großzügige Bieter, die in ihrem Garten, oder vor ihrem Firmengebäude einen Platz für Punk oder Peace oder vielleicht auch gleich beide Skulpturen haben. Für „lau“ sollen die beiden Kunstwerke allerdings nicht hergegeben werden. Rosberg geht von einem Mindestgebot von 500 Euro aus.

Ab dem 29. August können die Versteigerungsobjekte vor dem Sozialkaufhaus im Lochweg 22 besichtigt werden. Bis Ende September können Interessenten ihre Gebote abgeben.

Kontakt zur Versteigerung: Schriftlich per Post, per Fax oder per E-Mail an Aplawia, Lochweg 22, 97 318 Kitzingen, info@aplawia.de, Fax an Tel. (0 93 21) 92 26 46. Bilder der Skulpturen sind in Kürze auch auf der Internetseite der Aplawia unter www.aplawia zu sehen.

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