GEISELWIND

Rock Mania: Metal-Cocktail für alle Musikgeschmäcker

„Für immer“ ist ein starkes Wort. Und zugleich die konsequente Kapitulation vor den selbst auferlegten Versuchen, mit der Organisation von Metalkonzerten aufzuhören, wie es die Veranstalter der „Rock Mania“ seit einigen Jahren betreiben. Die rund 600 Fans, die am Samstag zu „Rock Mania Forever“ gekommen waren, gaben den Machern jedenfalls recht.
Die wahren Helden des Abends: Bei der oberfränkischen Coverband „Justice“ kamen zum Schluss alle auf ihre Kosten. Foto: Lechner

Das Metal-Festival, das im Jahr 2000 erstmals als Zeltveranstaltung im Alten Hafen von Marktsteft stattfand, dann aber in die Dettelbacher Frankenhalle wechselte, ging 2009 eigentlich zum letzten Mal über die Bühne. Nun gab es doch ein Revival. Am Samstag feierten die Fans mit fünf Bands in der Music Hall des Autohofs Strohofer. Als eine der besten Ideen der vergangenen Jahre entpuppte sich, die beliebte Metal-Coverband „Justice“ als Headliner zu holen. Denn die Oberfranken versammeln ohnehin regelmäßig eine große Fan-Schar bei ihren Konzerten. Auf sie schienen die Fans an diesem Samstag auch wirklich zu warten: Als die Band erst gegen 1 Uhr auf die Bühne kam, waren die meisten Besucher noch da. Das hatte man bei der Rock Mania trotz großer Namen der Metal-Szene schon anders erlebt.

Der Heavy-Fan ist ein treuer und in der Regel auch ein offenherziger. So wurde die erste Band des Abends, „Eraser“, eine Hard-Rock- und Heavy-Metal Coverband aus dem fränkischen Raum, mit Achtungsapplaus bedacht. Was für die Augen boten im Anschluss die vom Untermain stammenden „Minotaurus“, die ihr Heavy Rock/Metal-Gemisch mit keltisch anmutenden Melodien auch optisch so umsetzten und mit Gewändern auf die Bühne kamen, für die sie Hägar der Schreckliche beneiden würde.

Spannend schwebte die Frage im Raum, ob die Nightwish-Revival-Band dem überlangen Schatten des Vorbilds, der finnischen Gruppe „Nightwish“, gerecht werden würde – zur Überraschung aller schafften sie es wirklich, einen Hauch Authentizität zu versprühen.

Wie eine Mischung aus Rammstein und In Extremo kamen im Anschluss „Stahlmann“ daher. Mit ihren Bratgitarren-Riffs schlugen sie genau in die Kerbe ihrer selbst ernannten Vorbilder. Zum Schluss versöhnten „Justice“ alle Hörer, für die in dem metallischen Cocktail noch nicht das Passende dabei war.

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