WILLANZHEIM

Rohbauarbeiten sollen bis September fertig sein

Alt und neue gehen beim Schulhausbau in Willanzheim zusammen. Beim Ortstermin machte sich der Willanzheimer Gemeinderat ein Bild vom den Fortschritten auf der Baustelle. Foto: Hartmut Hess

„Wir sind der Zeitschiene leicht hinterher, aber noch gut dabei“, meinte Andreas Konopatzki, Chef des gleichnamigen Architekturbüros beim Ortstermin des Willanzheimer Gemeinderats auf der Schulbaustelle. Sein Mitarbeiter Matthias Michel informierte die Ratsmitglieder, dass die Arbeiten bald den Zeitpunkt der Wetterunabhängigkeit erreicht haben. Bis September sollen die letzten Rohbauarbeiten erledigt sein, dann gehe es an den Innenausbau.

„Wir arbeiten auf der Baustelle nachhaltig, weil wir die Fassade des alten Gebäudes und auch einige Decken erhalten“, schilderte Andreas Konopatzki. Wie Matthias Michel ausführte, sei die Gründung des alten Schulgebäudes nicht wie erhofft gewesen, deswegen hätten mehrere tragende Mauern im Keller unterfangen werden müssen. Laut Michel habe der Bodengutachter Recht behalten, und es sei Schichtenwasser zum Vorschein gekommen. Deswegen sei der Keller umfangreicher abgedichtet worden. Oliver Etienne vom Büro Sattes aus Tiefenstockheim informierte, dass alle wichtigen Sanitär- und Installationsleitungen liegen und es von dieser Seite keine Probleme gebe.

Am Baukörper der neuen Schule wird der Anteil der alten Gebäudeteile rund 60 Prozent ausmachen. Auf der östlichen Seite, im Bereich vor dem ehemaligen Eingang, ist derzeit in drei Metern Tiefe ein großer Öltank freigelegt, der kommende Woche gehoben werden soll. Dann kann auch der letzte Teil der künftigen Schule begonnen werden. „Bislang läuft alles gut, mit Rank Bau haben sie eine gute Baufirma gewählt“, sagte Andreas Konopatzki. Er wies auch darauf hin, dass die Planung bewusst funktionell und flexibel gehandhabt wurde, damit die Schule künftig mit der Nutzung der Räumlichkeiten jederzeit auf veränderte pädagogische Konzepte reagieren könne.

Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert gab bekannt, dass die Gemeinde heuer noch 700 000 Euro an Fördermitteln von der Regierung bekommt und auch ausreichend KfW-Fördergelder abgerufen werden könnten. Laut den Planern sind 70 Prozent der Gewerke bereits ausgeschrieben und zwei Drittel der Aufträge vergeben. Wie Matthias Michel prognostizierte, dürfte einer Beendigung der Bauarbeiten bis Juni nächsten einzuhalten sein.

Weitere Themen im Rat waren:

In Willanzheims katholischen Kindergarten stehen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an, weswegen die Kirchenstiftung einen Zuschuss an die Gemeinde gestellt hat. Posten wie eine neue Heizung für 16 000 Euro, Innen- und Außenputz für 23 000 Euro sowie eine Schrankwand, Elektrobeleuchtung und weitere Arbeiten summieren sich auf 57 000 Euro. Die Ratsrunde beschloss ein Drittel der Kosten als Zuschuss, gedeckelt auf 20 000 Euro, als Zuschuss zu gewähren.

Die Gemeinde hat eine Vereinbarung mit der Kirche als Träger des Hüttenheimer Kindergartens, in der festgehalten ist, dass sich die Gemeinde an der Finanzierung beteiligt, wenn ein Jahresdefizit bis zu 7500 Euro auftritt. Das evangelische Dekanat informierte die Gemeinde jetzt darüber, dass diese Defizitgrenze heuer wegen Mehraufwendungen für die Mittagsbetreuung überschritten wird. Der Gemeinderat ist froh, dass der Kindergarten bislang die Mittagsbetreuung in Hüttenheim sicherstellt und die Notwendigkeit des Angebots gegeben ist. Deswegen waren sich die Ratsmitglieder einig, sich an dem höheren Defizit zu beteiligen, sobald das Jahr abgerechnet ist

Die Ratsrunde folgte der Empfehlung des Landesbeauftragten für Datenschutz bei der Behandlung von Bauanträgen, die gemäß der Bayerischen Gemeindeordnung grundsätzlich in öffentlicher Sitzung zu behandeln sind. In der Tagesordnung zu Gemeinderatssitzungen sowie bei der Behandlung der Angelegenheit in der Sitzung sind dabei die Bauherrendaten bekannt zu geben, die zur Bezeichnung des Bauvorhabens erforderlich sind. Zur ordnungsgemäßen Bezeichnung des Tagesordnungspunktes ist es im Regelfall erforderlich, dass der Bauort (Straße und Hausnummer oder Flurstücknummer) und die Art des Bauvorhabens genannt werden. Fraglich ist, ob darüber hinaus der Name der Bauherren genannt werden müssen, da es sich bei dem Bauvorhaben um eine sachbezogene Angelegenheit handelt. Die Behandlung in öffentlicher Sitzung bedeute eine Kontrollfunktion im Hinblick auf eine mögliche Bevorzugung einzelner Bauherren, was ohne Namensnennung nicht möglich wäre.

Ingrid Reifenscheid-Eckert teilte mit, dass die Sparkasse Mainfranken für die Sanierungsarbeiten in den Jugendhäusern in Willanzheim und Hüttenheim jeweils 500 Euro spenden wird.

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