Wiesentheid

Rolle rückwärts bei der Salatzucht in Wiesentheid?

Wie auf dieser Visualisierung könnte eine Salatzuchtanlage bei Wiesentheid in fertigem Zustand aussehen. Die Zeichnung zeigt die Anlage noch auf Basis des zuerst angedachten Standorts am Sportplatz von Wiesenteiid in Richtung Untersambach. Foto: Deliscious

Der aktuelle Wiesentheider Dauerbrenner – Bau einer Salatzucht – kam diesmal in der Sitzung des Gemeinderates im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplans zur Sprache. Die Gemeinde ist gerade dabei, nach 20 Jahren einen neuen Plan zu erlassen, nachdem sie von den Behörden in der Vergangenheit mehrfach darum gebeten wurde.

Nach einigen Formalitäten, wie den erforderlichen Beschlüssen zu den Stellungnahmen der Ämter, sprach Gemeinderat Michael Rückel das an, was wohl auch die anderen Ratskollegen erzürnte: Das Haus Schönborn hat eine seiner Flächen aus der Überplanung zurückgezogen, die von der Mehrheit im Gemeinderat als Konzentrationsfläche für Gewächshäuser vorgesehen war.

Rückzug am letzten Tag der Frist

Am letzten Tag der Auslegungsfrist sei der Rückzug erfolgt. Das zeige, dass die Flächen in Richtung Reupelsdorf "nur ein Ablenkungsmanöver" gewesen seien, so Rückel. Man wisse, dass der holländische Interessent, die Firma Delicious, ein Planungsbüro im unterfränkischen Raum beauftragt habe, erneut eine Planung zu erstellen. Den alten Plan könne das Unternehmen nicht mehr verwenden, nachdem sie ihn Ende September zurückgezogen hatten.

In Richtung des Hauses Schönborn wurde Rückel deutlich: "Der Widerspruch war Kalkül, ein Ablenkungsmanöver. Erst stellt man den Antrag für die Flächen in Richtung Reupelsdorf, dann zieht man ihn zurück", monierte er. Das zeige für ihn, dass die Fläche in Richtung Untersambach wieder auf den Tisch komme für den Bau der Gewächshäuser.

Knaier: Auch ein neuer Antrag soll abgelehnt werden 

Otto Hünnerkopf (CSU) gebot, dass die Gemeinde mit allen Mitteln Einfluss nehmen werde, "dass diese Gewächshäuser nicht an die Untersambacher Straße kommen." Für Hünnerkopf ist ein Festhalten an der Konzentrationsfläche nach wie vor die richtige Lösung. Der Rückzug Schönborns sei für ihn nicht entscheidend. Die Freien Wähler sehen das anders, wie auch Bürgermeister Werner Knaier (CSU) weiß. Er sagte deutlich: "Wenn ein neuer Antrag für die Fläche in Richtung Untersambach kommt, werden wir ihn wieder ablehnen." Dann müsse das Landratsamt erneut die Zulässigkeit des Antrags prüfen, so Knaier.

Michael Rückel mahnte bei dem ganzen Hin und Her weiter zur Vorsicht, es gebe nach wie vor ein Schlupfloch. "Wir trauen dem beteiligten Akteur nicht mehr, weil er uns vorführt", so Rückel. In der Sache könne man nur abwarten, schloss Bürgermeister Knaier.

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