Wiesentheid

Sanierung der Wiesentheider Schule kann beginnen

Bei der Sitzung des Schulverbandes in Wiesentheid wurden die Vertreter der neun Mitgliedsgemeinden über den momentanen Stand der Sanierungs- und Umbauarbeiten an der Nikolaus-Fey-Schule informiert. Das zum Großteil 1972 errichtete Schulgebäude muss in den nächsten Jahren modernisiert werden, die Kosten dafür wurden kürzlich von einem Ingenieurbüro auf insgesamt 13,4 Millionen Euro geschätzt.

Der Vorsitzende des Schulverbandes, Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier, berichtete, dass das gesamte Projekt, von den Architektenleistungen bis hin zu den Bauphasen, europaweit in einem so genannten VGV-Verfahren ausgeschrieben werden muss.

Das liege daran, dass für die in die Bereiche Architekturleistungen, Technik für die Grundschule, Technik für die Mittelschule sowie Statik, der Schwellenwert an Kosten überschritten werde. Ein Fachbüro wurde beauftragt, die Unterlagen zur Ausschreibung zu erstellen. Als erstes gelte es, ein Planungsbüro zu haben, das das Vorgehen ausarbeitet. Bis zum Frühjahr 2020 dürften die Architekten fest stehen, so Knaier.

Die gesamte Erneuerung der Schule soll in einem Jahr beginnen und bis etwa 2025 über die Bühne gehen. Als ersten Schritt werde man den Bereich, in dem aktuell die Schulküche und der Handarbeitsraum sind, abreißen. Diese Räume werden an die Südseite verlegt, wozu das Aufstocken eines dortigen Gebäudes nötig ist.  Dagegen wird dann anstelle des abgerissenen Trakts ein neuer, dreistöckiger Bau in Nähe der Turnhalle entstehen. Dort wird Platz für die Grundschule geschaffen.

Es folgen Zug um Zug weitere Veränderungen. So muss auch zum Thema Brandschutz erheblich nachgerüstet werden. Allein dafür ist in der finanziellen Kalkulation für 2021 ein Betrag von 1,86 Millionen Euro eingestellt.

Dass um- und nicht neu gebaut wird, haben die Mitgliedsgemeinden bereits entschieden. Bei der Finanzierung hatte die Regierung im Sommer einen Zuschuss in Höhe von rund 55 Prozent in Aussicht gestellt. Für die Mitgliedsgemeinden blieben insgesamt noch rund sechs Millionen Euro zu zahlen, was über die Aufnahme eines Kredits geschehen soll.

Derzeit beträgt die Umlage, die von den Gemeinden pro Schüler bezahlt wird, 1050 Euro. Ab 2021 wird zusätzlich eine Tilgung von 600 Euro hinzu kommen. Zum Thema Umlage wies der Schulverbandsvorsitzende Knaier darauf hin, dass Wiesentheid aktuell die zweit günstigsten im Landkreis sei.

Zum Wiesentheider Schulverband gehören die Gemeinden Abtswind, Castell, Rüdenhausen und Wiesentheid (Grund- und Mittelschule). Dazu kommen die Gemeinden Geiselwind, Großlangheim, Kleinlangheim, Prichsenstadt und Wiesenbronn (Mittelschule).

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