Sulzfeld

Schenkels manchmal knallharter Job in 36 Jahren

"Ich war 36 Jahre Bürgermeister und manchmal war es ein knallharter Job", sagte Sulzfelds Ortsoberhaupt Gerhard Schenkel in der Neujahrssitzung des Gemeinderats. Foto: Hartmut Hess

"Meine Entscheidung habe ich mir nicht einfach gemacht, aber schweren Herzens habe ich mir gesagt: ich mache nicht um jeden Preis als Bürgermeister weiter", sagte Sulzfelds Bürgermeister Gerhard Schenkel zum Schluss seiner Rede in der Neujahrssitzung des Gemeinderats. Er führte Gründe im familiären Bereich und seine berufliche Belastung als Hauptgründe dafür an, dass er den Bürgermeister-Job als dienstältestes Ortsoberhaupt im Landkreis nach bald 36 Jahren an den Nagel hält.

Er schilderte seine Beweggründe, warum er für die Kommunalwahl am 15. März dennoch als Ratsmitglied kandidiert und betonte, "ich bin halt ein Kommunalpolitiker". Der CSU-Mann verwehrte sich aber gegen Kritiker, die seine Gemeinderats-Kandidatur als "Kriegserklärung" darstellen würden. "Ich war 36 Jahre Bürgermeister und manchmal war es ein knallharter Job", urteilte Schenkel.

Bürgermeister ging auf wichtigsten Themen ein

Gerhard Schenkel gab einen Abriss über die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres ging auf Projekte wie die Anschaffung eines Löschfahrzeugs, die Renovierung des Bauhofs, das Projekt Audio-Rundgang im Altort und die Aktivitäten in der interkommunalen Allianz Südliches Maindreieck ein. "Aber den touristischen Durchbruch haben wir mit der Allianz leider noch nicht geschafft", bedauerte Schenkel. "Dass wir zu den 100 Genussorten in Bayern ausgerufen worden sind, das ist schon etwas Besonderes", betonte er.

"Die Grundschule hat uns schon seit Jahren beschäftigt", erklärte das bald scheidende Ortsoberhaupt und erinnerte daran, dass plötzlich eine Summe von sechs Millionen Euro für einen Abriss und Neubau im Raum gestanden war. Da die Gemeinde in kein Bundes-Förderprogramm hinein kam, war ein solches Millionenprojekt schnell wieder vom Tisch. Letztlich wurde nur eine kleinere Sanierung vorgenommen und der Gemeinderat entschied sich für einen Anbau an die Schule in Containerbauweise um die nötigen Räumlichkeiten für die Offene Ganztagsbetreuung zu schaffen.

Gemeinde ist gesellschaftlich gut aufgestellt

"Es gibt nur wenige Kommunen, die mit so einer schwachen Finanzausstattung so viele Aufgaben zu bewältigen haben", skizzierte Schenkel die besondere Situation Sulzfelds. Ob eine Gemeinde viele neue Projekte anstoße oder nicht, eine Gemeinde stehe immer vor finanzträchtigen Aufgaben. Gerhard Schenkel sah die Gemeinde gesellschaftlich, sportlich, kulturell und vom Vereinswesen her gut aufgestellt.

Viele ehrenamtlich engagierte Bürger würden dazu beitragen, dass Sulzfeld eine lebens- und liebenswerte Gemeinde sei. "Ich denke wir stehen gar nicht schlecht da mit unserer Infrastruktur", fand Gerhard Schenkel und dankte auch seinen Stellvertretern Ulrich Luckert und Benno Wahner für Vertretungen. "Wir können auf eine prima Bauhof-Mannschaft setzen", war sich Gerhard Schenkel sicher und würdigte auch die Arbeit der Mitarbeiter in der Verwaltungsgemeinschaft von Geschäftsstellenleiter Dieter Pfister.

Holpriger Start im Gemeinderat

"Unter dem Strich war der Start im Gemeinderat in die laufende Legislaturperiode etwas holprig, aber wir haben uns doch langsam gefunden", lautete Schenkels Resümee zur Arbeit zur Gemeinderatsarbeit. Vizebürgermeister Ulrich Luckert hatte das Schlusswort und versicherte, dass das Ratsgremium sehr wohl Schenkels Leistungen zu würdigen wisse. Am Ratstisch sei zwar oft gestritten worden, aber es sei nie persönlich geworden und nach den Sitzungen seien Streitfälle auch bald wieder vergessen gewesen.

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