KITZINGEN

Schubkarrenrennen: Heiße Reifen und fliegende Kisten

Schubkarrenrennen der Ebshäuser Kerm: Gut geladen, ist halb gewonnen. Foto: Jürgen Sterzbach
Schubkarrenrennen der Ebshäuser Kerm: Gut geladen, ist halb gewonnen. Foto: Jürgen Sterzbach

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Schubkarrenrennen

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Nach zehn Tagen ging am Sonntag die 113. Ebshäuser Kern mit dem traditionellen Endspurt in der Flugplatzstraße am Barthelsturm zu Ende. Trüb und fast ein wenig traurig, dass die bedeutende Woche im Etwashäuser Festkalender nun vorüber ist, präsentierte sich zum Abschluss der Himmel. „Eigentlich haben wir alles richtig gemacht und vor einer Woche beim Umzug das bessere Wetter gehabt“, waren sich die Anwesenden einig. Lockte der Umzug am ersten Sonntag der Traditionskirchweih Tausende auf die Straße, blieben die Etwashäuser am zweiten Sonntag unter sich. Dem Gaudium schadete das nicht, ganz im Gegenteil.

34 Teilnehmer kämpfen um die Bestzeit

Rund 100 Zuschauer verfolgten das alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Burschenball stattfindende Schubkarrenrennen, organisiert von der Ebshäuser Burschenschaft, und feuerten die insgesamt 34 Teilnehmer an, die ihren Karren über einen Hindernisparcours lenkten. Rampe, Wippe und Gitter wollten so schnell wie möglich überwunden werden, ohne jedoch die auf dem Karren gestapelten Kisten zu verlieren. Wer anfangs clever stapelte, dessen Fracht überstand so manchen Stoß auf dem rund 100 Meter langen Kurs unbeschadet. In der technischen Ausführung des Wettrennens zeigten die Teilnehmer unterschiedliche Ansätze, wobei sich die meisten mit mehr oder weniger Erfolg dafür entschieden, mit dem Schubkarren die Rampe rückwärts zu bezwingen.

16 Kisten gestapelt

Während die Kinder mit einem kleinen Gefährt und vier leeren Gemüsekisten starteten - Jonathan Holzheid und Luca Heilmann meisterten den Kurs unter großem Applaus mit Bravour -, mussten die Frauen mit einem großen Schubkarren und zwölf Kisten sowie die Herren sogar mit 16 Kisten den Parcours bewältigen. Moderiert wurde die fröhliche Gaudi von Thomas Günther, der erst kurz vor dem Spektakel von Kirchweih-Präsident Markus Volbers dazu auserkoren worden war, in diesem Jahr auch als Schubkarren-Beauftragter zu fungieren.

Königliches Duell

In seiner Aufgabe, unterstützt von Dominik Kunze als Schriftführer, warb Günther um zahlreiche Teilnahme: „Wer da is, muss leff“, forderte er zum spontanen Mitmachen auf und wurde erhört: Im königlichen Duell zwischen der amtierenden Gärtnerkönigin Clara I. und ihrer Vorgängerin Anja I. setzte sich die Erfahrung durch. Im spannenden Endspurt zog Anja Muther an Clara Kreßmann vorbei. Angesichts vieler fallender Kisten gab Günther den Teilnehmern mit auf den Weg: „Jetzt habt ihr wieder zwei Jahre Zeit zum Üben.

“ Zum genauen Hinschauen forderte er beim Duell der Gräbner-Brüder Christian und Markus auf, die sich auf heißem Reifen das schnellste Rennen des Tages lieferten: „Vielleicht kann sich da noch einer was abschauen.“

Die Ergebnisse

Damen (14 Teilnehmerinnen): 1. Gudrun Röder 1:21 Minuten, 2. Anja Muther 1:26, 3. Marion Neubert 1:27. Weitere Teilnehmerinnen: Sabine Hummel, Anna-Lena Volk, Clara Kreßmann, Viola Lalomia, Silvia Markert, Birgit Hummel, Nina Markert, Manuela Ehnes, Romina Pascher, Marion Kreßmann, Christel Kunze.

Herren (20 Teilnehmer): 1. Markus Gräbner 0:54 Minuten, 2. Markus Volbers 0:56, 3. Lorenz Kreßmann 0:59, 4. Hans Hummel 1:04, 5. Christian Gräbner 1:06, 6. Christian Philipp 1:13. Weitere Teilnehmer: Niclas Röder, Michael Gaiser, Thomas Günther, Andreas Nagel, Dominik Kunze, Peter Deeg, Peter Hummel, Manfred Markert, Gerd Röder, Bernd Volk, Peter Kunze, Julian Markert, Lukas Engel, Frank.

„Wer da is, muss leff.“

Thomas Günther

Moderator des Schubkarrenrennens

Eine königliche Karosse. Foto: Jürgen Sterzbach
Eine königliche Karosse. Foto: Jürgen Sterzbach
Da geht's lang: Der Nachwuchs übt schon fleißig. Foto: Jürgen Sterzbach
Da geht's lang: Der Nachwuchs übt schon fleißig. Foto: Jürgen Sterzbach

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