Volkach

Stadtratskandidatur mit Hindernissen: Dusolt ruft Polizei

Im dritten Anlauf hat die Gruppe Für Volkach ihre Kandidatin Ingrid Dusolt für die Stadtratswahl aufgestellt. Doch Störenfriede wollten die Versammlung platzen lassen.
Ingrid Dusolt möchte für die Gruppierung Für Volkach den Volkacher Stadtrat kandidieren. Foto: Dusolt

Im dritten Anlauf hat Ingrid Dusolt jetzt ihre Aufstellung zur Stadtratskandidatin hinter sich gebracht. Seit Donnerstag liegen ihren Angaben nach die Unterstützerlisten im Volkacher Rathaus aus. Bis spätestens Montag, 3. Februar, 12 Uhr müssen nun 120 Wahlberechtigte darauf unterschreiben, damit die fraktionslose Dusolt erneut für den Stadtrat kandidieren darf.

Der Weg zu ihrer Kandidatur für die Wählergruppierung Für Volkach (FüVo), für die sie als einziger Kandidat allein zur Kommunalwahl am 15. März antritt, verlief für Dusolt bisher mehr als holprig. Die erste Aufstellungsversammlung Ende Dezember wurde wegen einer fehlerhaften Einladung nachträglich annulliert. Während einer zweiten Versammlung kam es zu keinem Aufstellungsbeschluss, da zu der öffentlichen Versammlung eine Gruppe Besucher kam, die einen Kandidaten aufstellen wollten, mit dem Dusolt seit längerem im Klinsch liegt.

FüVo regelt Kandidatenfrage per Satzung

Um dies zu verhindern, setzte FüVo nun an diesem Dienstag, 21. Januar, eine Satzung inkraft, die regelt, dass ausschließlich der Vorstand Mitgliedschaften beschließt. Und nur Mitglieder dürfen Kandidaten aufstellen. Damit möchte FüVo verhindern, dass in ihrem Namen ungewollte Personen kandidieren.

Um die Satzung zu verabschieden, hatte FüVo seine Mitglieder für 17.30 Uhr zu einer nichtöffentlichen Sitzung in eine Volkacher Gaststätte eingeladen, wie Dusolt berichtet. Um 18 Uhr sollte sich die öffentliche Aufstellungsversammlung anschließen. Ungeachtet dessen, dass zur Mitgliederversammlung Nicht-Mitglieder nicht zugelassen waren, "stürmten" laut Dusolt kurz nach deren Beginn knapp 15 Störer – aus dem Umfeld derer, die bereits zur zweiten Versammlung aufgetaucht waren – den Versammlungsort. Obwohl FüVo als Mieter des Lokals vom Hausrecht Gebrauch machte und die ungebetenen Besucher des Raums verwies, folgten diese der Aufforderung nicht. Deshalb wurde die Polizei gerufen.

Polizisten reden auf Störenfriede ein

Die beiden Polizisten, die kurze Zeit später kamen, deeskalierten nach Angaben von Dusolt die Situation, die sich zuvor durch verbale Entgleisungen der ungebetenen Gäste zugespitzt hatte. Rund eine halbe Stunde später sind die Störenfriede laut Dusolt "nach gutem Zureden der Polizisten" vor die Tür des gemieteten Raums gegangen.

Auf Nachfrage dieser Redaktion bestätigt Gerhard Klebrig von der Polizeiinspektion Kitzingen den Polizeieinsatz in Volkach. Dort hätten mehrere Personen versucht, die FüVo-Veranstaltung zu stören. Seine Kollegen hätten schließlich die Ruhe wiederhergestellt. "Alles verlief friedlich", berichtet Klebrig den Ausgang aus Sicht der Polizei. Die Polizisten hätten jedoch eine Anzeige wegen Beleidigung aufgenommen.

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