Volkach

Standorte für Defibrillatoren in Volkachs Ortsteilen gesucht

Einen besseren Platz für den Defibrillator an Volkachs Rathaus und weitere Defis in den Ortsteilen hat die Bürgerliste beantragt. Nötig sind allerdings nähere Infos.
Nach neuen Standorten für Defibrillatoren möchte die Stadt Volkach suchen. Das Foto zeigt einen Hinweis auf ein solches Gerät in Gerolzhofen im Wohnstift Steigerwald. Foto: Klaus Vogt

Mit Defibrillatoren Leben retten: Das ist möglich, wenn die Leute sich trauen, das Gerät bei einem Herzstillstand einzusetzen – und es auch finden. Genau das bezweifelte Jochen Flammersberger angesichts des ungünstigen Standorts von Volkachs Defi im Bereich der Tourist-Info. Zudem sei dieser nicht rund um die Uhr zugänglich, erläuterte Flammersberger für die Bürgerliste. Deren Antrag lautete, den schon vorhandenen Defibrillator allgemein und jederzeit zugänglich anzubringen und die Bürger besser darüber zu informieren. "Es kommt auf jede Minute an."

Dagegen gab es bei der Stadtratssitzung am Montagabend keinen Widerspruch. Das Gerät soll in den Torbogen wandern und ein Schild außen am Rathaus zusätzlich darauf hinweisen. Kniffliger wurde es allerdings bei der Frage, ob neben dem Stadtgebiet auch die zehn Ortsteile mit der Technik zur Lebensrettung ausgestattet werden sollten. Und falls ja: Wohin mit den Defibrillatoren?

Fachmann einladen

Das müsse man sich vorab gut überlegen, betonte Volkachs Bürgermeister Peter Kornell (Freie Wähler). Flammersberger schlug vor, die Defis in den Stadtteilen an den Feuerwehrhäusern anzubringen. Doch lägen manche von ihnen eher am Ortsrand, entgegnete Kornell.

Stadtratsmitglied Hanns Strecker (CSU), der sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz engagiert, erläuterte einige Punkte zu diesem "ganz fantastischen Werkzeug, das schon vielen Menschen in Volkach das Leben gerettet hat". Die Defis seien automatisch mit der Rettungsleitstelle verbunden und müssten regelmäßig gewartet werden. Sein Vorschlag, einen Fachmann in die Stadtratssitzung einzuladen, um sich über Anschaffungs- und Wartungskosten zu informieren, kam gut an. Bei den Haushaltsberatungen für 2020 könne man über diese Kosten dann entscheiden, ergänzte der Bürgermeister.

Weitere Themen im Stadtrat waren:

  • Die Bauarbeiten im Industriegebiet Sonnenberg verschieben sich auf März 2020. Zudem wird sich der Zeitplan für die Sanierung der Josef-Wächter-Straße ändern. Positiv dabei: Es soll schneller gehen und innerhalb von elf Monaten fertig werden. Los geht's am Unteren Tor, im Sommer ist der Brückenbau dran, dann folgt die Obervolkacher Straße.
  • Karl-Heinz Bernard (CSU) hakte nach, was mit der Dieselstraße ist, deren Kanaldeckel saniert werden müssten. Das müsse sein, sagte Bürgermeister Kornell, auch wenn er es für "rausgeschmissenes Geld" halte. Sonst werden die Deckel zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer, besonders Motorradfahrer. Sinnvoller sei es, so Kornell, die Straße komplett zu sanieren, da das länger halte. Laut dem Straßenbauamt sei das aber nicht möglich in den kommenden drei Jahren, darum werden die 45 000 Euro nur für die Kanaldeckel erneut fällig.
  • Die Bürgerversammlung, in der unter anderem auch über die Zukunft des Freibads gesprochen werden soll, verschiebt sich auf Januar. Das Gutachten der Experten sei eben eingetroffen, sagte Kornell auf Nachfrage von Cengiz Zarbo vom Förderverein Volkacher Bäder. Kornell versprach, dieses "so schnell wie möglich öffentlich zu machen".

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