KITZINGEN

Startschuss: Narren bauen ihr Zentrum

Der Ausbau des Deutschen Fastnachtsmuseums in Kitzingen zu einem Zentrum des bundesweiten Narrenwesens steht auf Start: Am Samstag gibt's den Spatenstich in der Rosenstraße, „danach wird es zügig losgehen“, sagte am Donnerstagabend der Vorsitzende der Stiftung Deutsches Fastnachtsmuseum, Bernhard Schlereth, im Stadtrat. Den informierte er über einige Details des fast 4,4 Millionen Euro teuren Vorhabens,

Die Planung ist laut Schlereth abgeschlossen. Gleiches gilt für archäologische Grabungen seit Aschermittwoch, die jetzt abgeschlossen sind, einige Funde möglich machten und das Baubudget mit „15- bis 20 000 Euro“ belasteten.

Ehrgeizig – wie schon bei der äußerst zügigen Planung – ist auch der Bauzeitenplan: Im November 2013 soll der Gebäudekomplex zwischen der Rosengasse 10 und der Luitpoldstraße 4 fertig sein. Sagt zumindest Schlereth. Grund der Eile: Im Herbst 2013 wird die Entscheidung, ein Fastnachtsmuseum in Kitzingen zu etablieren, 50 Jahre alt. Einweihung und Museum sollen gemeinsam gefeiert werden.

Vier Bauabschnitte sind vorgesehen: Der Altbau in der Luitpoldstraße wird als repräsentativer Eingang hergerichtet, dahinter entsteht ein eingeschossiger Verbindungskomplex zum bisherigen Museumsbau in der Rosenstraße 10. Der wird ausgebaut und die Lücke in der Rosenstraße 8 mit einem Ausstellungshaus gefüllt.

400 000 Euro sind noch offen

Das Narrenzentrum kostet viel Geld, findet aber laut Schlereth auch viele Förderer: Runde 2,7 Millionen Euro erwartet der Stiftungsvorsitzende von diversen Zuschussgebern. An Eigenmitteln wird die Stiftung runde 1,7 Millionen Euro einbringen. Wobei rund 400 000 Euro noch in der finanziellen Luft hängen. Schlereth ist sich allerdings sicher, die Summe durch Aktionen und Spenden hereinzubekommen.

Was jetzt positive Begleitmusik bekam, war mal ein Aufreger: Die Stadt machte Anfang 2011 den Falterturm dicht, wo ein Großteil des Museumsguts besichtigt werden konnte. Grund war der Brandschutz. Der sollte etliche hunderttausend Euro kosten und hätte das gut 500 Jahre alte Wahrzeichen von Kitzingen vermutlich innen und außen verändert. Was die Fasenachter mit ihrem Narrenzentrum verhindert haben.

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