Castell

Stichwahl Castell: Weber setzt auf sein politisches Interesse

Dass er am 29. März in der Stichwahl zum Casteller Bürgermeister steht, hat den Kandidat der Casteller Liste nicht überrascht. Dennoch erwartet er ein enges Rennen.
Jürgen Weber geht als Kandidat der Casteller Liste in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Castell.
Jürgen Weber geht als Kandidat der Casteller Liste in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Castell. Foto: Andreas Stöckinger

Mit dem Erreichen der Stichwahl um das Amt des Casteller Bürgermeisters hat Jürgen Weber als Kandidat der Casteller Liste sein erstes Ziel erreicht. Dass es darauf hinausgelaufen ist, sei im Vorfeld wahrscheinlich gewesen, stellt er fest. Nun ist 53-jährige in der entscheidenden Runde, bei der es auch seiner Meinung nach darauf ankommen wird, wer die Stimmen der ausgeschiedenen Brigitte Horak bekommen wird. Schließlich seien er und Christian Hähnlein Kopf an Kopf gelegen. Er rechnet mit einer hohen Wahlbeteiligung. Und: "Ich erwarte auch diesmal ein enges Rennen", sagt Weber.

Seinen Trumpf beschreibt er so: "Weil ich seit Jahren kommunalpolitisch interessiert bin, auf nahezu jede Versammlung oder Sitzung gehe. Ich bin in einer politischen Familie groß geworden und stehe mitten im Leben. Dazu bin ich in allen drei Ortsteilen zuhause und kenne die guten und schlechten Ecken", sagt der Versicherungsfachmann. Weber stammt aus Wüstenfelden, er hat in Castell gebaut und wohnt dort mit seiner Frau und den beiden Kindern.

Bei der Frage nach seinen Schwerpunkten für die kommende Zeit in Castell nennt auch er die Erneuerung der Kläranlage. Die Anlage müsse man verträglich für die Bürger finanzieren, wohl über Kredite. Dazu steht der Abschluss der Dorferneuerung in Castell an, danach werde sie in den Ortsteilen weitergeführt.

Im Fokus stehen für ihn zusätzliche, bezahlbare Bauplätze

Für ganz wichtig hält Jürgen Weber die derzeitige Überarbeitung des Flächennutzungsplans für die Gemeinde, in welchem in vielen Bereichen festgelegt werde, wie sich Castell in Zukunft entwickle. Ein vordringlicher Punkt seien Baugebiete, um bezahlbare Bauplätze zu schaffen. "Wir brauchen Bauland." Der Trend, aufs Land zu ziehen, werde sich nach Webers Meinung fortsetzen, die Zahl der Home-Office-Arbeitsplätze werde noch steigen.

Generell gelte es, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, Stillstand möglichst zu vermeiden. Es sei wichtig, Castell als Wohnort noch attraktiver zu machen und neue Bürger in die Gemeinde zu locken. Auch in Greuth und Wüstenfelden müsse man weitere Voraussetzungen schaffen, um gerade dort den jungen Menschen eine Perspektive zu geben. "Die Ortsteile dürfen nicht weiter schrumpfen", sagt Weber.

Eine wichtige Rolle spielt für ihn das Thema Gewerbegebiet. Neue Flächen dazu sind bereits angedacht, auf den Weg gebracht und wichtig. Man müsse lokalen Unternehmern die Möglichkeit geben, sich auszubreiten, etwas für Einheimische zu schaffen. Dazu will Weber die bereits vorhandene Infrastruktur erhalten und an manchen Stellen ausbauen.

Jürgen Weber
Alter: 53
Partei: Casteller Liste
Wohnort: Castell
Beruf: Versicherungsfachmann
Ehrenämter: Vorstand bei der Dorfjugend Wüstenfelden, Mitglied im Elternbeirat der Nikolaus-Fey-Schule Wiesentheid
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Hobbys: Familie, Garten, Skifahren

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