Volkach

Stichwahl Volkach: Das sagen Krönert, Rauch und Wagenhäuser

Von fünf Bürgermeisterkandidaten Volkachs sind nur noch zwei übrig. Die anderen drei sind aber neue Mitglieder des Stadtrates. Wollen sie Bäuerlein oder Gebert als Chef?
Die drei ausgeschiedenen Volkacher Bürgermeisterkandiaten (von links) Mathias Krönert (FDP), Andrea Rauch (Grüne) und Jürgen Wagenhäuser (parteilos, angetreten für die SPD) halten sich mit Empfehlungen für die Stichwahl zurück.
Die drei ausgeschiedenen Volkacher Bürgermeisterkandiaten (von links) Mathias Krönert (FDP), Andrea Rauch (Grüne) und Jürgen Wagenhäuser (parteilos, angetreten für die SPD) halten sich mit Empfehlungen für die Stichwahl zurück. Foto: Fabian Gebert

Der Andrang auf den Posten des Volkacher Bürgermeisterposten war groß, am Ende machten die beiden Kandidaten mit Stadtratserfahrung das Rennen: Heiko Bäuerlein (CSU) und Udo Gebert (FWG) kämpfen in der Stichwahl am 29. März um die Mehrheit. Im ersten Wahlgang erreichte Gebert 32,9 Prozent, Bäuerlein holte mit 36 Prozent die meisten Stimmen. Doch ein Drittel der Wähler entschied sich für die drei anderen Bewerber: Andrea Rauch (Grüne, 19,5 Prozent) Mathias Krönert (FDP, 6,3) und Jürgen Wagenhäuser (SPD, 5,2). Mit Empfehlungen für einen der Stichwahlkandidaten hält sich das Trio aber zurück.

Kurz und knapp hält Wagenhäuser seine Antwort: "Eine Empfehlung können wir zum derzeitigen Zeitpunkt leider nicht treffen", teilt der parteilose Kandidat nach einer Besprechung mit der Volkacher SPD mit, für die er angetreten war.

Grüne Themen kamen zu kurz

Andrea Rauch schreibt ausführlicher per E-Mail: "Der Ortsverband und die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geben keine Wahlempfehlung für einen Bürgermeister ab." Man sei bewusst mit einer eigenen Bürgermeisterkandidatin und einer starken grünen Liste in die Kommunalwahl gestartet, "weil uns Themen rund um Umwelt- und Klimaschutz, Verkehrswende, nachhaltige Wirtschaft und Soziales bislang zu kurz kamen".

Auf drei neue Stadtratsmitglieder haben es die Grünen auf Anhieb gebracht. Deren Ziel sei es, so die Mitteilung weiter, projektbezogen mit allen anderen Stadträten zusammen zu arbeiten. "Und wir werden im Stadtrat konsequent unsere Themen aus dem Wahlkampf in Form von Anträgen einbringen", kündigt Rauch an.

Verbindung auf Kreisebene

Als FDP-Einzelkämpfer startet Mathias Krönert in seine erste Periode als Stadtrat. Um in den Ausschüssen mitarbeiten zu können, werde er sich wohl einer Fraktion anschließen, sagt Krönert am Telefon. Diesbezüglich deutet er eine Verbindung von der FDP zu den Freien Wählern an: "Auf Kreisebene arbeitet Hans Müller eng mit der Landrätin zusammen."

Grundsätzlich sei er aber völlig neutral: "Es ist ganz egal, ob der interessante Vorschlag von den Grünen, der FWG oder der CSU kommt." Es gehe nur darum, Volkach voranzubringen. Bei der Stichwahl am Sonntag solle der Bürger nicht nach Parteien, sondern nach der Person entscheiden: "Jeder der beiden Kandidaten hat seine Stärken auf unterschiedlichen Ebenen."

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