KITZINGEN

Stromtrasse: Mitgliedschaft ohne Mehrwert

Der Widerstand gegen die Hochspannungstrasse SuedLink im Landkreis Kitzingen steht. Bei der Info-Veranstaltung des Netzbetreibers Tennet machten vor allem die Bauern Front gegen den möglichen Trassenkorridor durch den Kreis.
. Foto: Siegfried Sebelka

Die Gleichstromtrasse SuedLink wird im Zug der Energiewende Windstrom vom Norden in den Süden bringen – möglicherweise auf einer Trasse, die auch den Landkreis Kitzingen berühren könnte. Dennoch sieht der Landkreis derzeit keinen Handlungsbedarf.

Kein Mehrwert

Das gilt auch für einen von der CSU-Fraktion im Kitzinger Kreistag beantragten Beitritt zum Hamelner Kreis. Der Hamelner Kreis ist ein Zusammenschluss von Landkreisen entlang der rund 700 Kilometer langen Trasse. In der sogenannten Hamelner Erklärung setzen sie sich für eine intensive Mitwirkung der Kommunen, Städte und Gemeinden bei der Planung der Gleichstrom-Leitungen ein. Der Landkreis Kitzingen soll von den Erfahrungen profitieren, die der Hamelner Kreis seit seiner Gründung Ende 2014 gemacht hat, so die CSU-Fraktion in ihrem Antrag.

Sehr frühe Phase

Die Verwaltung hatte die Sache überprüft und war zu dem Schluss gekommen, dass ein Beitritt zum dem Zusammenschluss keinen „rechtlichen Mehrwert“ bringe, auf der anderen Seite aber bis zu 11 000 Euro im Jahr kosten könne.

In der derzeit laufenden „frühen und rein informatorischen Beteiligungsphase“ sei die Meldung der sogenannten Raumwiderstände (Schutzgebiete oder ähnliches, die der Trasse im Weg stehen könnten) durch die zuständigen Fachleute im Landratsamt so gut wie abgeschlossen.

Abwarten

Mehr gebe es derzeit nicht zu tun, so Landrätin Tamara Bischof. Der Ausgang der frühen Beteiligungsphase bleibe abzuwarten. Sollte eine der Varianten den Kreis tatsächlich betreffen, könnten weitere Schritt überlegt werden.

Die anderen

Das war dann auch die Linie, die der Landkreis fahren wird. Andere in Unterfranken machen es anders. Der Landkreis Würzburg sieht laut Sitzungsunterlage auch keiner Bedarf an einer Mitgliedschaft. Schweinfurt sei dagegen eines der Gründungsmitglieder, ist aber auch mit den Netzknotenpunkt Grafenrheinfeld direkt betroffen. Der Landkreis Bad Kissingen ist seit zwei Jahren Mitglied und Main Spessart plant den Beitrag, da er von zwei Planungsvarianten betroffen ist.

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