Mainstockheim

Tamara Bischof will wieder Landrätin werden

Freude bei Tamara Bischof und der Versammlung über die einstimmige Nominierung zur Landratskandidatin. Foto: Robert Haaß

121 von 121 Stimmen. Jubel bei Tamara Bischof und im gesamten Saal, der sich zum Beifall erhebt. Die Freien Wähler im Landreis haben Bischof erneut zur Kandidatin für den Landratsposten gewählt und das einstimmig. Denn sie wissen, was sie an der 56-jährigen Juristin haben, die seit nunmehr 19 Jahren den Landkreis führt. Sie hat, das machten Redner zuvor deutlich, maßgeblichen Anteil am politischen Erfolg der Partei im Landkreis.

Rund 150 Teilnehmer haben sich am Mittwochabend in Mainstockheim eingefunden, um der Nominierung Bischofs durch den Kreisverband und die Kreisvereinigung der Freien Wähler zu folgen. 121 der Teilnehmer sind wahlberechtigt, für die es keine Alternative zu Bischof gibt. Und es ist nicht nur ihre gut 75-minütige Rede, die zum Erfolg führt. Wer die Landrätin zuvor im Saal beobachtet hat, der weiß, dass hier viel persönliche Sympathie im Spiel ist.

"Wir dürfen uns auf dem Land nicht abhängen lassen."
Landrätin Tamara Bischof auf der Nominierungsversammlung

Auf ihre Persönlichkeit, auf ihren Zugang zu Menschen, auf ihre offene Art baut Bischof auch in ihrer Bewerbungsrede, die über weite Strecken eine Erfolgsbilanz ist. Der Landkreis ist gut aufgestellt, die Verwaltung hat einen guten Ruf als "serviceorientierter und bürgerfreundlicher Dienstleister", wie Bischof betont. Darauf will sie sich aber nicht ausruhen, das Amt soll einerseits attraktiver Arbeitgeber bleiben, dabei aber den Bürgerservice weiter ausbauen, etwa mit digitalen Baugenehmigungen.

Tamara Bischof bei ihrer Bewerbungsrede. Foto: Robert Haaß

Sie geht auf Familien, Kinder und Senioren ein, auf Bildung, Digitalisierung, Tourismus und Landwirtschaft und stellt ihre Ideen für die Zukunft vor.

Klare Worte findet sie bei der Klinik Kitzinger Land, eines der wenigen kommunalen Krankenhäuser, die schwarze Zahlen schreiben: "Die stationäre Gesundheitsversorgung auf dem Land muss gesichert bleiben", sagt Bischof. "Sie darf dem Spardiktat des Bundesgesundheitsministers und der Krankenkassen nicht zum Opfer fallen". Denn: "Wir dürfen uns auf dem Land nicht abhängen lassen."

Das gilt auch für die Mobilität. Hier hat der ländliche Raum und dazu gehört der Landkreis, besondere Herausforderungen. Gut ausgebauter ÖPNV kostet viel Geld, der Kreis hat viel investiert, doch ist der Freistaat mit in der Pflicht: "Da muss mehr Geld fließen", fordert Bischof. Etwa für einen Stundentakt bei Bussen in allen Orten. Beim diesem Thema bedauert sie auch die für sie negative Richtung der Diskussion zur Steigerwaldbahn von Kitzingen nach Schweinfurt. Eine Entscheidung sollte erst nach "sauberer Prüfung" erfolgen.

Waldumbau, die Abfallwirtschaft und Finanzen des Landkreises – auch hier fällt das Fazit aus. Auch für diese Bereiche gilt: "Ohne Moos nix los", sagt sie. Und auch beim aktuellen Reizthema Tierheim "hat der Landkreis seine Aufgaben gemacht", findet Bischof, mit einem Bauzuschuss und der Zusage jährlicher Unterstützung.

"Der Wähler ist heute unberechenbar."
Freie-Wähler-Fraktionsvorsitzender Josef Mend in seiner Rede

"Sicher habe ich auch Fehler gemacht", sagt die Landrätin in ihrem Resümee, "aber ich glaube, wir haben vieles richtig gemacht." Langer Beifall am Ende der Rede bestätigt sie.

"Die Fraktion steht voll hinter dem Programm", sagt deren Vorsitzender Josef Mend. Und appelliert gleichzeitig an alle, ernsthaft im Wahlkampf mitzumachen und für Bischof zu werben. Denn: "Der Wähler ist heute unberechenbar." Zum vierten Mal tritt Tamara Bischof nun als Kandidatin für den Landratsposten an, den sie erstmals im Jahr 2000 eroberte, damals gegen Gerhard Schenkel von der CSU.

Für die Wahlen im März kommenden Jahres hat Bischof die Unterstützung von SPD, USW und FDP. Die CSU, so viel steht nach Auskunft aus Parteikreisen fest, will einen Landratskandidaten stellen. Er soll in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Rückblick

  1. Volkacher CSU besuchte die Weihnachtsstraße
  2. Parteinotiz: Mainbernheimer CSU nominierte
  3. Parteinotiz: Effeldorfer Liste will bei  Wahl antreten
  4. Parteinotiz: CSU Iphofen nominiert ihre Stadtratskandidaten
  5. Parteinotiz:  Kreis-SPD unterstützt Landrätin
  6. OB-Kandidatin Tröge geht frisch, fromm, fröhlich, frei ins Rennen
  7. Bürgermeister in Marktbreit: Harald Kopp will's nochmals wissen
  8. Parteinotiz: SPD Albertshofen nominiert Gemeinderatskandidaten
  9. Biebelried: Neue Gruppierung nominiert Roland Hoh einstimmig
  10. Segnitzer Bürgermeisterkandidat: SPD nominiert Klaus Müller
  11. Frischholz will Bürgermeisterin, nicht Verwaltungsmeisterin sein
  12. Kreistagswahl: FDP nominiert ihre Listenkandidaten
  13. Bürgerblock Abtswind: Nur zwei Frauen auf Gemeinderatsliste
  14. Kitzinger Freie Wähler nominieren für Stadt- und Kreistagswahl
  15. Brigitte Horak: Sie hängt mit Leidenschaft an der Wahlheimat
  16. Parteinotiz: Wiesentheider SPD nominierte Gemeinderatskandidaten
  17. Parteinotiz
  18. Einstimmiges Votum für Gerlinde Stier in Kleinlangheim
  19. Albertshofen: Daniel Bayer fordert Horst Reuther heraus
  20. WPS nominierte Gemeinderatskandidaten
  21. Nominierungsversammlung der Freien Wähler Iphofen
  22. Volkamers Kampf um Fritsch und Wohnraum
  23. Hermann Queck zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert
  24. Einstimmiges Votum für Volker Schmitt
  25. Matthias Dusel will Sulzfelder Bürgermeister werden
  26. Warmdt kandidiert als Bürgermeister
  27. Volker Schmitt ist als Bürgermeister auch mal Feuerwehrmann
  28. Kommunalwahl 2020: Das sind die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Kitzingen
  29. Kommentar: Respekt vor den Ehrenamtlichen
  30. CSU und Freie Bürger gehen mit Sterk und einer Liste in die Wahl
  31. Klare Ansage: 100 Prozent für Werner Knaier in Wiesentheid
  32. Gabriele Brejschka tritt für die ABL in Biebelried an
  33. Thomas Reichert einstimmig von der CSU Marktsteft nominiert
  34. Bürgerliste nominiert Elke Breucker als Bürgermeisterkandidatin
  35. Kreis-SPD stellt sich hinter Iphöfer  Kandidaten Kößler
  36. OB-Kandidatin Schmidt: Das soziale Gewissen im Rathaus
  37. Walter Vierrether: Vom Hofrat zum Stadtrat?
  38. Neue Liste: Premiere bei den Kommunalwahlen in Nordheim
  39. Parteinotiz: Bei den Grünen führt Andrea Hufnagel die Liste an
  40. Parteinotiz: AfD nominiert Andrea Klingen als Spitzenkandidatin
  41. Peter Sterk will in Großlangheim Bürgermeister werden
  42. OB-Kandidat Paul diskutiert über Klimaschutz in Kitzingen
  43. Schneider geht mit breiter Zustimmung in den Marktstefter Wahlkampf
  44. Ein Albertshöfer will Bürgermeister in Obernbreit werden
  45. Susanne Knof will Obernbreits Nummer Eins werden
  46. Sven Biebelriether ist Bürgermeisterkandidat für Marktbreit
  47. Offener Streit belastet Iphöfer SPD
  48. CSU steht hinter Heiko Bäuerleins Kandidatur zum Bürgermeister
  49. Volkacher SPD zieht mit Wagenhäuser in die Bürgermeisterwahl
  50. CSU und Freie Bürger Biebelried treten gemeinsam an

Schlagworte

  • Mainstockheim
  • Robert Haaß
  • Abfallbeseitigungs-Branche
  • Arbeitgeber
  • Bundesgesundheitsminister
  • CSU
  • Dienstleister
  • FDP
  • Freie Wähler
  • Gerhard Schenkel
  • Josef Mend
  • Klinik Kitzinger Land
  • Kommunalwahl 2020 im Landkreis Kitzingen
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Landwirtschaft
  • Mobilität
  • Politische Kandidaten
  • SPD
  • Tamara Bischof
  • Wahlberechtigte
  • Wähler
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!