Nordheim

Touristische Aufwertung für Nordheim

So könnte eine Weinhalle in Nordheim - nahe der Aussichtsplattform - aussehen.  Foto: Illustration arc grün Kitzingen

Stand am Montagabend in der Ratssitzung die "ökologische Aufwertung des Altmains" im Mittelpunkt, so beschäftigten sich die Räte am Mittwochabend – zwei Sitzungen hatte es in einer Woche in Nordheim in der Vergangenheit noch nicht gegeben -  in erster Linie mit  an gedachten Möglichkeiten für Freizeitnutzung auf einer Weinerlebnisroute in der Nordheimer Flur.

Thomas Wirth vom Kitzinger Landschaftsbüro arc. grün war Gast in der Nordheimer Ratssitzung. Er präsentierte Planungsentwürfe, die im Zuge des Flurbereinigungsprojektes Teilnehmergemeinschaft Nordheim 5 gefördert werden und mit dessen Umsetzung im Zuge mehrerer Besprechungen mit dem eigens dafür gegründeten Arbeitskreis ausgiebig diskutiert wurde.

Lob vom Landschaftsarchitekten

Hierbei ging es um die Schaffung von touristischen Attraktionen, die zukunftsorientiert sind und die eine Bereicherung in der Nordheimer Flur darstellen werden. "Der Arbeitskreis hat hervorragende Arbeit geleistet und eine umfassende Ideensammlung geliefert", betonte der Landschaftsarchitekt.  

In Planung sind Stationen wie ein Weinkino, eine Weinhalla und ein originelles "Wetterhäuschen", wie Wirth mitteilte. Im Nordheimer Ratsgremium war man sich einig: "Wenn, dann machen wir etwas Gescheites." Auch deshalb, weil vor einiger Zeit das Projekt "terroir f " in Nordheim scheiterte und man dadurch in Punkto touristische Attraktion einen wichtigen Schritt in die "richtige Richtung" machen könnte, wie stellvertretender Bürgermeister Waldemar Braun betonte.

Wetterhäuschen angedacht

Zu den einzelnen Projekten: "Das Panorama des Dorfes ist uns sehr wichtig", informierte Wirth zu den Planungen. Unter anderem ist die Entstehung eines  Wetterhäuschens mit moderner Anmutung angedacht. "Ein jeder redet in der heutigen Zeit vom Klimaschutz und man könnte hier wichtige Information aus Sicht der Winzer liefern", so Wirth. Beim Vorentwurf zur Weinhalla bemerkte Wirth, dass das im Bereich des Nordheimer Aussichtsturmes geplante Projekt als Unterstellhalle mit dem nötigen Wetterschutz, aber auch als Ausschankmöglichkeit genutzt werden könnte.

Zu den Kosten: Die Gesamt- Brutto Kosten bezifferte Wirth auf 345 100 Euro. Davon förderfähig sind 150 000 Euro, so dass sich der Eigenanteil der Gemeinde Nordheim auf 195 100 Euro belaufen würde. Dies beinhaltet auch die Umsetzung eines Wetterhäuschens, "das von den Räten befürwortet wurde".

Von einer Supermaßnahme sprach Bürgermeister Guido Braun. "Unser Berg wird attraktiver gestaltet und die Attraktionen in den Weinbergen merklich gesteigert", betonte der Gemeindechef.  Dem pflichteten Stellvertretender Bürgermeister Waldemar Braun sowie die Ratskollegen Ralf Bäuerlein ("eine gute Geschichte") und Bernd Sauer ("die drei Attraktionen sind eine touristische Aufwertung") bei.  

"Richtiger Weg"

Bürgermeister-Stellvertreter Braun blickte in die Zukunft und stellte fest: " Wir werden in Bezug auf den Tourismus Erlebnisse schaffen müssen." Er bezeichnete die Entscheidung des Nordheimer Rates, die erwähnte Umsetzung der geplanten Maßnahmen in Nordheimer Flur entscheidend voranzutreiben, "als richtigen Weg in die richtige Richtung". Somit übernimmt die Gemeinde Nordheim bei jeder Einzelmaßnahme den Eigenleistungsanteil der Teilnehmergemeinschaft Nordheim 5 in Höhe von je 25 Prozent an der Einzelmaßnahme beziehungsweise den Förderhöchstsatz von 60 000 Euro pro Einzelmaßnahme. Darüber hinaus übernimmt die Gemeinde den Eigentumsanteil der Teilnehmergemeinschaft Nordheim 5 in Höhe von 25 Prozent der Planungskosten. Der Beschluss war einstimmig und beinhaltete auch die Einbeziehung der betroffenen Grundstücke im Verfahren Nordheim 5.

      

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