GLOSSE

Unser Wochenrückblick: Kamele in Kitzingen

Nebelkanonen und Staubfahnen
Die bange Frage, ob wir womöglich Erscheinungen haben, stellte sich diese Woche gleich mehrfach. So etwas kann einen ziemlich beunruhigen. Wenn man aber weiß, dass am Dienstag der Welt-Ufo-Tag gefeiert wurde, erscheint dann doch wieder alles in einem anderen Licht. Da war beispie...

Die nunmehr 25. Woche des Jahres hatte insofern ein schönes Alleinstellungsmerkmal, als sich darin der offizielle Sommeranfang samt des hellsten Tages des Jahres tummelten. Und mit Fronleichnam gab's sogar einen Feiertag gratis dazu.

In Kitzingen bedeutet das doppelten Auflauf. Erst führt eine Prozession durch die Stadt in die Johannes-Kirche. Kurz danach knallt es, was immer ein untrügliches Zeichen für den herannahenden Umzug der Schützen ist.

Wenig später donnerte es dann noch einmal. Diesmal aber braute sich am Himmel einiges zusammen, wobei es der Unwetterfront dann gefiel, am Landkreis vorbeizuziehen.

Betreten verboten

Auch wenn es am Abend immerhin zu regnen anfing, hat man ja mitunter den Eindruck, dass da oben ein Stoppschild steht, das für großräumige Umleitungen sorgt: „Betreten des heißesten Landkreises für Regenwolken streng verboten!“

Mitte der Woche war es schon wieder rekordverdächtig heiß: Mit über 30 Grad lag Kitzingen erneut ganz vorne. Wo das endet? Vielleicht mit dem nächsten Rekordwert, weil bereits die nächste Hitzewelle rollt. Wobei es bei uns zum Glück nicht so schlimm ist wie in Kuwait, wo jetzt erstmals auf dieser Welt 53,9 Grad gemessen wurden.

Sahara-Kitzingen

Trotzdem scheint es eine Direktverbindung Sahara-Kitzingen zu geben. Weshalb es auch keinen groß wundern würde, wenn demnächst Kamele am Brunnen auf dem Königsplatz ihren Wasserspeicher auffüllen und einem Beduinen freundlich zuwinken. Und mit Fata-Morganas – etwa eine Seilbahn auf den Schwanberg – kennen wir uns ja bereits bestens aus. Und für die Kamele müssten wir nicht extra ein Nadelöhr erschaffen – das ist mit der B 8 ja bereits vorhanden.

Wem das alles viel zu warm ist – wir hätten da einen Trick: Ventilator an. Finger reinstecken. Der Schmerz lenkt dann wunderbar von der Hitze ab . . .

Bevor jetzt wieder böse Mails und Briefe kommen: das war selbstverständlich ein Witz. Muss man heutzutage immer dazu sagen.

Bischofssitz

Ausdrücklich kein Witz ist, dass Landrätin Tamara Bischof bei der nächsten Wahl wieder antritt. Das war sowieso klar, wurde diese Woche aber ganz offiziell gemacht.

Weshalb nunmehr amtlich feststeht, dass Kitzingen neben der Hitzehauptstadt auch weiterhin als Bischofssitz für sich werben kann.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.

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