Obernbreit

Verkaufserlös der Chronik soll Kirchenrenovierung unterstützen

Nachdruck und Original der Obernbreiter Pfarrbeschreibung von 1916 zeigen Galen Vinson und Elisabeth Cieply im Obernbreiter Archiv. Am kommenden Sonntag ist die Chronik im Gemeindehaus auf Spendenbasis erhältlich. Der Erlös dient der anstehenden Renovierung der St. Burkard-Kirche... Foto: Gerhard Krämer/Beate Krämer

Wer war der erste evangelische Pfarrer von Obernbreit? Welche Folgen hatten Gegenreformation und Dreißigjähriger Krieg für die Bewohner am Breitbach? Wie war das Verhältnis der Obernbreiter zu ihren jüdischen Mitbürgern? Diese und andere Fragen beantwortet die Chronik, die der Obernbreiter Pfarrer Heinrich Hoffmann im kirchlichen Auftrag im Jahr 1916 verfasste.

So aufwändig hatten sich Cieply und Vinson die Neubearbeitung der 100 Jahre alten Pfarrbeschreibung nicht vorgestellt. Einen vollen Monat habe es gedauert, die gut 50 Seiten aus der Frakturschrift zu transkribieren. Dazu kamen Korrektur und Gestaltung der Schrift. Aber für die Archivarin ist es, nach eigenen Aussagen, die Mühe wert: "Wir wollten, dass die Geschichte Obernbreits für die jüngere Generation erschlossen wird."

So haben die Herausgeber das Werk von Pfarrer Hoffmann nach eigenen Aussagen in eine zeitgemäße, gut lesbare und optisch ansprechende Form gebracht, was auch den Grafiken des Künstlers Vinson zu verdanken sei. Die historischen Bilder blieben erhalten. Dazu stellte Vinson einen mehr als 60-seitigen Anhang mit historischen und aktuellen Bildern aus Obernbreit zusammen. Entstanden ist ein Dokument, das einerseits die Geschichte von Ort und Pfarrei bis 1910 nachzeichnet,  nicht mit wissenschaftlichem Anspruch, trotzdem von historischem Interesse, wie die Beteiligten betonten. Die Fotos veranschaulichen, welche Spuren die Zeit im Ort hinterlassen hat und wie sich einzelne Gebäude im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.

Am kommenden Sonntag wird ein neu bearbeiteter Nachdruck der Öffentlichkeit vorgestellt. Archivarin Elisabeth Cieply und Künstler Galen Vinson hoffen, dass möglichst viele der 100 Exemplare Liebhaber finden, die mit dem Bucherwerb als Spende, die Renovierung der St. Burkard-Kirche unterstützen. Zum Tag des offenen Denkmals finden dort um 14 Uhr, um 15 Uhr und um 16 Uhr Führungen mit Dagmar-Heike Will statt. Im Gemeindehaus wird neben der Chronik und einer Ausstellung von Vinson und Cieply auch zu Kaffee und Kuchen, zugunsten der Kirchenrenovierung eingeladen. Auch die ehemalige Synagoge hat ihre Tore nachmittags von 14Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

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