Nenzenheim

Wahl-Krimi beim SV Nenzenheim

SV-Nenzenheim-Vorsitzender Andreas Haßold (rechts oben) macht ebenso wie Schriftführer Martin Sandreuter (daneben), stellvertretende Vorsitzende Cornelia Baumbach und Kassier Johannes Ott noch einmal vier Jahre weiter. Die Sprossenwand wurde im vergangenen Jahr neu angeschafft.
SV-Nenzenheim-Vorsitzender Andreas Haßold (rechts oben) macht ebenso wie Schriftführer Martin Sandreuter (daneben), stellvertretende Vorsitzende Cornelia Baumbach und Kassier Johannes Ott noch einmal vier Jahre weiter. Die Sprossenwand wurde im vergangenen Jahr neu angeschafft. Foto: Carmen Lechner

Der SV Nenzenheim steht im Grunde gut da: sportliche Erfolge, gute Finanzen, motivierte Mitglieder, doch auch in dem 70 Jahre alten Verein gibt es Aufgaben, die mürbe machen.

Fast hätte es so ausgesehen, als würde sich der SV Nenzenheim in den kommenden Wochen noch einmal zu einer Mitgliederversammlung treffen müssen, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Doch Andreas Haßold ließ sich auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Sportheim noch einmal zu einer dritten Amtszeit an der Spitze des in diesem Jahr 70 Jahre alten Vereins überreden.

Ein kleiner Wahl-Krimi ging so mit einem Happy End aus. Alle anderen Positionen im Vorstand werden von ihren Amtsinhabern für weitere vier Jahre bekleidet. Im Ausschuss sind Marcel Schumann, André Müller, Jürgen Rabenstein, Manfred Falk sowie Philipp Heubach.

Sportliche Erfolge und Verwaltungsaufwand

Vor den Wahlen hatte Haßold die Höhen und Tiefen seiner acht Jahre als Vorsitzender geschildert, denen schon einige Jahre in anderen Positionen im Vorstand voraus gingen. Sportlichen Erfolgen und ermutigenden Gemeinschaftserfahrungen im Verein, standen immer wieder Abschiede von Leistungsträgern und viel Verwaltungsaufwand für den Spiel- und Vereinsbetrieb entgegen.

Der 40-Jährige berichtete von der auch für andere Sportvereine immer schwieriger werdenden und mürbe machenden Aufgabe, den Spielernachwuchs zu akquirieren und diesen von der Jugend an im Verein zu halten. Eindrücke, denen sich Philipp Heubach als Sprecher der Spielgemeinschaft Seinsheim-Nenzenheim sowie Jugendtrainer André Müller anschlossen. Jürgen Rabenstein erklärte sich in der Versammlung bereit, den Vorsitzenden bei der Organisation des Thekendienstes zu entlasten.

Neuer Trainer brachte Spieler mit

Mit Christian Schömig hat der Kreisklassist seit dem Frühjahr einen neuen Trainer, der aus seiner Heimat Biebelried bereits den ein oder anderen Spieler mitgebracht hat. Bis auf die U19-Riege habe man in allen Jugendklassen Mannschaften am Start, die in verschiedenen Spielgemeinschaften aufeinander treffen.

Kassier Johannes Ott sorgt seit rund einem Jahr mit einem Schnuppertrainingsangebot für die Nachwuchspflege der ganz Kleinen, André Müller trainiert zusammen mit Schriftführer Martin Sandreuter eine U9-Mannschaft, die für die SG Seinsheim-Nenzenheim antritt.

Stellvertretende Vorsitzende Cornelia Baumann und Claudia Schreier berichteten von ihren Angeboten für Erwachsene und Jugendliche, die regelmäßig im Turnraum des Sportraums stattfinden und für die jetzt eine neue Sprossenwand angeschafft wurde. Frauen "zwischen 17 und 60" träfen sich regelmäßig montags zum Damensport, ein Dutzend Mädchen und Jungen zwischen fünf und elf Jahren nähmen am Kinderturnen teil.

Lob für drei Frauen des Vereins

Außerdem trifft sich eine Gruppe von derzeit 15 Teilnehmern zum Präventionskurs. Haßold lobte den Einsatz dreier Frauen des Vereins, die regelmäßig an Schulungen teilnehmen und Trainerscheine absolvieren. "Ein Pfund, mit dem unser Verein wuchern kann", sagte Haßold.

Finanziell steht der Verein recht gut da und konnte trotz einiger Investitionen im vergangenen Jahr mit einem leichten Plus abschließen. Eine große Einnahmequelle stellt das Weinfest dar, das seit Jahrzehnten zusammen mit dem Nenzenheimer Weinbauverein in einer Festgemeinschaft organisiert wird.

Nenzenheimer Weinfest läutet die Saison ein

Weinbauvereinsvorsitzender Alexander Hansch erklärte, dass die Rücklagen erhöht worden seien und stellte kurz das Programm des Weinfests vor, das vom 26. April bis 1. Mai die Saison in der Region einläuten wird.

Geehrt wurde außerdem ein fleißiger Spieler: Thomas Wolf stand für seinen Verein 300 Mal auf dem Platz.

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