Kaltensondheim

Wassergebühr steigt, Abwassergebühr wird gesenkt

Die neue vom Biebelrieder Gemeinderat beschlossene Wasserabgabesatzung tritt im Oktober in Kraft. Foto: Patrick Pleul

Der Gemeinderat erließ in seiner Sitzung im Feuerwehrhaus Kaltensondheim eine neue Wasserabgabesatzung. Bürgermeister Roland Hoh erklärte, dass die im letzten Abrechnungszeitraum aufgelaufene Sonderrücklage von 99 000 Euro bis auf 65 000 Euro abgebaut wurde. Den Gebührenbedarf für den kommenden Kalkulationszeitraum berechnete die Verwaltung mit 2,55 Euro je Kubikmeter. Um Überschüsse weiter abzubauen, sollten jedoch 2,31 Euro je Kubikmeter ausreichen.

Dass es für den Verbraucher trotz vorhandener Überschüsse zu einer Gebührenerhöhung um 24 Cent auf 2,31 Euro kommt, ist den deutlich höheren Ansätzen für Personalkosten im Bauhof, Abschreibungen und der Verzinsung des Anlagevermögens geschuldet.

Angepasst wurde zudem die Entwässerungsgebühr. Im abgelaufenen Kalkulationszeitraum stieg die Sonderrücklage Kanalbenutzung auf 434 000 Euro. Daher beschloss der Gemeinderat den Beitrag um 55 Cent auf 3,46 Euro je Kubikmeter zu senken. Beide Satzungsänderungen treten zum 1. Oktober 2019 in Kraft.

Weitere Themen am Ratstisch waren:

Zur Erschließung des Baugebietes Mainstockheimer Weg III vergab der Gemeinderat den Planungsauftrag zum Gebotspreis von 229094 Euro an das Ingenieurbüro Arz.

Im Zuge der Kanalarbeiten im Baugebiet Pförtlein wurde festgestellt, dass der Schmutzwasserkanal einsturzgefährdet ist, aber über einen Inliner repariert werden kann. Bei Mehrkosten von 7000 Euro und deutlich längerer Lebenserwartung könnte auch ein  Neubau im Zuge laufender Arbeiten erfolgen. Der Gemeinderat entschied sich für den Neubau.

Bei der Sanierung der Grundschule in Kaltensondheim wurde der Auftrag für ein Wärmeverbundsystem, Trocken- und Innenausbau zum Gebotspreis von 71 577 Euro an das Unternehmen Gut aus Kaltensondheim vergeben; der Schätzpreis wurde um 20 785 Euro unterboten.

Die Dachdecker- und Spenglerarbeiten an der Grundschule vergab der Gemeinderat an das Unternehmen Wittek aus Fröhstockheim zum Gebotspreis von 70408 Euro; der Schätzpreis wurde um 5923 Euro unterboten.

Das Gerüst an der Grundschule wird vom Unternehmen Brückl aus Würzburg zum Gebotspreis von 10684 Euro gestellt; die Mehrkosten betragen 991 Euro.

Bei der Einrichtung von Glasfaser- und WLAN-Anschlüssen an der Schule lag der Gemeinde zunächst ein Gebot über 47567 Euro vor, mit veränderter Trassenführung lautete ein weiteres Gebot auf 19948 Euro. Da bereits Leerrohr verlegt wurde entfallen Grabarbeiten. Für diesen veränderten Auftrag liegt noch kein Gebot vor.

Mit 7:5 Stimmen entschied sich der Gemeinderat für die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro, bei gemeinsamer Beschaffung dreier Fahrzeuge mit Buchbrunn und Mainstockheim beläuft sich die Förderung auf 13750 Euro. Unter Hinweis auf die Kosten forderte Renate Zirndt erfolglos ein Gebrauchtfahrzeug. Bürgermeister Hoh berichtete von 47 Einsätzen der Biebelrieder Feuerwehr 2018. Auch bei kleineren Einsätzen habe das große Einsatzfahrzeug ausrücken müssen und ein Nachtransport weiterer Feuerwehrleute zum Einsatzort sei nicht möglich gewesen.

Eine Entschädigung für die Entsorgung von Altlasten aus dem Unterbau der alten B 8 im Ortsbereich ist nicht möglich. Auf Nachfrage erfuhr Bürgermeister Hoh, dass die gefundenen Schadstoffe zum Zeitpunkt ihrer Verwendung der Regelbauweise entsprachen.

Eine im Ortsteil Westheim gewünschte Tischtennisplatte wird zunächst im Feuerwehrhaus aufgestellt, der Schlüssel ist beim Kommandanten erhältlich.

Andrea Czech fragte nach dem aktuellen Zustand der Kirche in Kaltensondheim. Bürgermeister Hoh wird in der kommenden Sitzung berichten. Matthias Manger fragte nach dem Sachstand beim Thema alte B 8. Der Bürgermeister will nach Vorliegen von Entscheidungen alle Anlieger unterrichten.

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