Kitzingen

Wenn Musik und Feuerzangenbowle ins Herz treffen

Der Geiger Florian Meierott legt am Samstag auf der Vogelsburg mal wieder einen etwas anderen Auftritt hin: Ein Feuerzangenbowlenkonzert soll auf Weihnachten einstimmen.
Florian Meierott gibt auf der Vogelsburg ein Feuerzangenbowlenkonzert. Foto: Judith Menth

Ein Feuerzangenbowlenkonzert mit dem Geiger Florian Meierott und dem Pianisten Rudolf Ramming findet am Samstag, 30. November, um 16.30 Uhr auf der Vogelsburg statt. Was er genau vor hat, verrät der Kitzinger Geiger im Interview.

Frage: Was genau ist ein Feuerzangenbowlenkonzert?

Florian Meierott: Ich spiele mit meinem Freund und Pianisten Rudi Ramming Stücke, die die Leute in der kalten und dunklen Winterzeit wärmen und positiv stimmen sollen. Dazu wird der berühmte Film ohne Ton gezeigt. In der Pause gibt es Feuerzangenbowle. Das wärmt dann noch von innen.

Wer hat's erfunden?

Nach meinem Motto "Ich spiele nur in Konzerten, zu denen ich auch privat gehen würde“ suchen meine Frau und Managerin Verena und ich immer Konzepte, die Lebensfreude und positive Energie schaffen. Meine Frau war dafür sofort im wahrsten Sinn des Wortes entflammt.

Was kommt Ihnen in den Kopf, wenn Sie an die damalige Zeit denken?

Meierott: Die Geschichte spielt zu Beginn des letzten Jahrhunderts in einer Kleinstadt. Mit all ihren liebevoll beschriebenen Charakteren ist sie ein Meisterwerk – ein Stück heile Welt, so ähnlich wie wir es in Kitzingen heute noch haben.  Bei den Liedern kommt einem sofort „Ich brech' die Herzen der stolzesten Frauen“ in den Sinn.

Was schätzen Sie an dem berühmten Punsch?

Meierott: Ich persönlich trinke lieber trockene Weine. Während des Konzerts werde ich mich mit Alkohol zurückhalten – es soll ja für die Anderen schön sein!

Warum kann auch Musik erwärmen?

Meierott: Nicht erst Schopenhauer hat festgestellt, dass Musik uns direkt ins Herz trifft. Jeder kann beim Hören eine Auszeit vom Alltag nehmen. Forschung beweisen einen positiven Einfluss von Musikhören auf die Gesundheit.

Was fällt Ihnen zur Vogelsburg ein?

Meierott: Sie gehört zu den magischen Orten Frankens. Auf der Aussichtsplattform über den Weinbergen durften wir vor kurzem unseren Hochzeitstag feiern.

Das schönste Konzert in diesem Jahr?

Meierott: Vielleicht das Sonnenaufgangskonzert in Kloster Bronnbach, mit Werken von Mozart inmitten der Natur.

Dass ich jetzt auch Helene Fischer spiele...

Meierott: ...daran ist meine Frau nicht ganz unschuldig. Aber es gibt auch professionelle Aspekte an dem Projekt: Virtuosen wie Paganini oder Liszt haben zu allen Zeiten berühmte Hits ihrer Zeit bearbeitet und in ihre klassischen Konzerte eingefügt. Zudem ist mein Thema immer: Brücken zur Klassik bauen.

Ein Ausblick auf 2020...

Meierott: Natürlich steht im Beethovenjahr der Meister oft auf dem Programm.

Sie stehen für ungewöhnliche, verrückte Dinge – wann kommen Ihnen die Einfälle?

Meierott: Die kommen immer aus dem prallen Leben. Ich möchte Lebensfreude und Kraft durch die Musik den Menschen mitgeben. 

Das verrückteste bisher war...

Meierott: ...Geige spielen auf einer Skipiste. Da muss ich heute noch drüber schmunzeln.

Die Neuigkeiten aus der Villa Paganini...

Meierott: Im November 2020 werde ich die „Internationalen Kitzinger Kammermusiktage“ ins Leben rufen, zu denen wir namhafte Musiker aus dem In- und Ausland zu Gast haben. 

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