Obernbreit

Wenn das Herz des Bürgermeisters blutet

Das Schätzleins Häusla in Obernbreit bleibt vorerst in Gemeindebesitz und wird auch noch nicht abgerissen. Die Idee, dort ein Heimatmuseum einzurichten ist allerdings vom Tisch. Foto: Robert Haaß

"Als alter Jäger und Sammler blutet mir das Herz", sagte Obernbreits Bürgermister Bernhard Brückner, als in der Ratssitzung am Mittwochabend erneut um die Zukunft von zusammengetragenen mehr oder minder historischen Gegenständen und die Präsentation im sogenannten Schätzleins Häusla in der Würzburger Straße ging. Brückner ist aber auch Realist genug einzusehen, dass mit einer solchen "Sammlung" heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

Es sind alte landwirtschaftliche Geräte, ein Schlafzimmer, Schränke mit Wäsche und wohl auch Motten drin, der alte Kaufladen von Lenchen Geißbauer und weiters, das Leben in Obernbreit vor etlichen Jahren dokumentieren sollte. Dafür wurde extra ein altes Haus gekauft. Aber schon in einer Ratsdiskussion im Juni vergangenen Jahres zeigte sich: Für ein solches "Heimatmuseum" ist die Zeit abgelaufen.

Nur der Bürgermeister stimmte dagegen

Also hat Brückner die Sammlung einem örtlichen Antiquitätenhändler angeboten, der das eine oder andere für einen geringen dreistelligen Eurobetrag übernehmen wollte, was dem Bürgermister aber gar nicht gefiel. Jetzt sollen die Gegenstände Museen in der Umgebung angeboten werden, etwa in Marktbreit, in Segnitz, Mönchsondheim oder Bad Windsheim. Und auch die Weinfestgemeinschaft soll gucken, ob sie Teile zu Dekozwecken nutzen kann. Der Rest wird verramscht oder entsorgt. Nur einer stimmte dagegen: Der "Jäger und Sammler". Das Schätzleins Häusla bleibt vorerst stehen und in Gemeindebesitz.

Sekt, Selters und Saft gab’s zum Jahreswechsel vor dem Rathaus – die Spendenbox wurde mit 237,81 Euro gefüllt. Das Geld ging, auf 250 Euro aufgerundet, an den Kindergarten. Beschwerden gab es allerdings von einer Bürgerin über "Silvestermüll" in der Flur.

Die SPD Obernbreit zog ihren Antrag, das Rathaus für die im Ort zur Kommunalwahl antretenden Organisationen für je eine Wahlveranstaltung zu öffnen, kurzfristig zurück. Denn CSU, Freie Wähler und SPD haben alle eine Alternative gefunden. Da es aus der Ratsmitte dazu keine Meinung gab, nahm der Bürgermeister den Punkt von der Tagesordnung.

Für die weggefallenen Straßenausbaubeiträge gab es für Obernbreit im Jahr 2019 eine pauschale staatliche Entschädigung in Höhe von 10 000 Euro.

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