Münsterschwarzach

Wie Schüler des EGM mit Mebis in Corona-Zeiten online lernen

Die Mebis-Koordinatorin Kerstin Stäblein des Egbert-Gymnasiums berichtet von ihren Erfahrungen mit dem derzeitigen elearning.
Die Mebis-Koordinatorin Kerstin Stäblein des Egbert-Gymnasiums berichtet von ihren Erfahrungen mit dem derzeitigen elearning. Foto: EGM

Viele Eltern sorgen sich derzeit um die schulische Weiterentwicklung ihrer Kinder im Zeichen der Corona-Krise. Die Schule ist geschlossen – wie funktioniert da das Lernen? Das Egbert-Gymnasium war auf diese Situation laut Pressemitteilung gut vorbereitet. Die digitale Lernplattform „Mebis“ wurde sukzessive in den Jahren vor „Corona“ eingeführt. „Wir haben uns nicht irritieren lassen“, so Schulleiter Markus Binzenhöfer. „Auch nach anfänglichen Startschwierigkeiten sind wir bei der Kommunikation über Mebis geblieben, um zu verhindern, rechtlich problematische oder zu viele unterschiedliche Varianten der digitalen Kommunikation zu erzeugen.“ Die Erfahrung gibt der Schule recht, heißt es weiter im Pressebericht: Mittlerweile funktioniert Mebis zuverlässig und die Lehrkräfte lassen sich viel einfallen, um ihre Schüler mit gutem Material zu versorgen. Die Schüler arbeiten gewissenhaft und manchmal sogar intensiver als im Normalmodus: „Respekt an beide Gruppen!“, so Binzenhöfer.

Nach dem Hotline-Prinzip stehen vier Mebis-Koordinatoren sowie Sekretariat und Schulleitung acht Stunden täglich für Rückfragen und Problemfälle telefonisch zur Verfügung. Lehrerin Kerstin Stäblein ist eine von ihnen. Sie erläutert das Konzept so: „Jeder Schüler lernt nach seinem eigenen Rhythmus und in seinem eigenen Tempo. Deshalb erstellen wir Wochenpläne, die sich die Schüler selbst einteilen und zu selbstbestimmten Zeiten bearbeiten können. So können sie auf ihre eigenen Bedürfnisse eingehen und müssen nicht der strengen Taktung des Stundenplans folgen.“

Auch Gruppenarbeiten sind möglich

Mebis-Koordinator Martin Pohl, Mitarbeiter in der Schulleitung, sieht die Vorteile auch in der interaktiven Zusammenarbeit: „Lehrer und Schüler können sich über die Plattform austauschen, auch wenn kein schulischer Kontakt möglich ist. Es gibt aber auch Raum für Kooperation in Form von Gruppenarbeiten, die die Zusammenarbeit der Kursteilnehmer untereinander fördern, wobei auch das Tagesheim in das eLearning-Konzept am EGM eingebunden ist.“ Und für die spirituelle Pause zwischendurch halten Pater Jesaja und das Team der Schulseelsorge eine benediktinische Haltestelle für Körper, Geist und Seele bereit, um gemeinsam Kraft aus dem Glauben zu schöpfen und Orientierung in einer Zeit der Verunsicherung zu geben.

Auch die Feedback-Kultur wird laut Mitteilung durch das eLearning-Konzept am EGM gestärkt: „Wir sammeln Erfahrungen: Stimmt das tägliche Arbeitspensum für die Schüler? Wie kommen sie mit der Zeitplanung zurecht? Können sie in allen Kernfächern auf Lernmaterial zugreifen?“ Solche Fragen sollen am Ende der zweiten Woche der Schulschließung in einer Umfrage abgefragt werden. Auf diese Art und Weise wird das eLearning Schritt für Schritt weiterentwickelt“, so Schulleiter Markus Binzenhöfer, der auch einen Blick in die Zukunft wagt: „Im Blick auf die neue Medienausstattung und die räumlichen Möglichkeiten nach der Generalsanierung eröffnen sich uns am Egbert-Gymnasium neue digitale Möglichkeiten, die wir nutzen wollen.“

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