Wiesenbronn

Wiesenbronn für große Vorhaben gerüstet

Gewappnet für künftige größere Projekte wie Bürgerhaus, Mehrgenerationenhaus, den eventuellen Anschluss an die Kitzinger Kläranlage und die Außensanierung des Rathauses ist die Gemeinde Wiesenbronn. Bei der einstimmig erfolgten Verabschiedung des Haushalts in der Ratssitzung am Dienstagabend zeigte sich in der Schlussbilanz von VG-Kämmerin Antje Teutschbein ein "erfreulich hoher Rücklagenstand" von gut 900 000 Euro und dass die Gemeinde schuldenfrei ist. Somit könne die Gemeinde in den Finanzplanungsjahren 2020 bis 2022 die Ausgaben für die genannten Projekte stemmen, "sofern die Maßnahmen so durchgeführt werden, wie sie nach dem derzeitigen Stand geplant sind".

Der Gesamthaushalt liegt in diesem Jahr bei 3 044 977 Euro, wovon auf die Verwaltung 2 225 924 und auf den Vermögenshaushalt 1 194 846 Euro entfallen. Im Verwaltungshaushalt kommen die Haupteinnahmen vom Anteil an der Einkommenssteuer (554 190 Euro), der Gewerbesteuer (550 000), den Schlüsselzuweisungen (280 000), der Grundsteuer B (71 000), dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (41 678) und dem Einkommenssteuerersatz (40 385).

Auf der Ausgabenseite stehen die Kreisumlage (352 920), VG-Umlage (137 000), Gewerbesteuerumlage (117 350) und die Schulverbandsumlagen (97 200). Der Überschuss von 428 296 Euro aus dem Verwaltungsetat wird dem Vermögenshaushalt zugeführt. Außerdem stehen auf der Habenseite die Veräußerung von Grundstücken (gut 360 000), die Investitionspauschale (143 000) und die Investitionszuweisung (95 700).

Der Haushalt beinhaltet als größere Brocken die Planungskosten für die eventuelle Sanierung der Kläranlage oder Anschluss an Kitzingen (150 000) und Planungs-, Wettbewerbs- und Baumaßnahmen für das Bürgerhaus (150 000). Für Erweiterungs-, Um- und Ausbauten stehen im Zuge der Städtebauförderung in den Jahren 2020 und 2021 jeweils 200 000 Euro im Etat und für das Bürgerhaus in diesen Jahren jeweils 800 000 Euro. Bei diesem Haus rechnet man für die beiden Jahre mit einem staatlichen Zuschuss von 480 000 Euro pro Jahr. Für das Mehrgenerationenhaus sind für das Jahr 2022 600 000 Euro veranschlagt. Im gleichen Jahr stehen auch die Neugestaltung des Festgeländes "Seegarten" mit 200 000 Euro und die Außensanierung des Rathauses mit 400 000 Euro auf dem Programm.

Wegen einer Mountainbike-Route am Schwanberg war Bürgermeisterin Doris Paul in Iphofen, um sich von Bürgermeister Josef Mend und Stadtförster Reiner Fell informieren zu lassen. Wie sie in der Sitzung berichtete, plant Iphofen ein Radtourismuskonzept, zu dem auch die Route am Schwanberg gehört. Die Strecke würde auf dem Grenzweg hinter dem Siebenerdenkmal vorbei führen "und die Iphöfer wollen wissen, ob sich Wiesenbronn beteiligt". Zu den bisherigen Kommentaren zu dieser Planung äußerte die Bürgermeisterin, dass Förster, Jäger und Wanderfreunde dagegen seien. Im Wiesenbronn war man da gespalten. Auf der einen Seite sah man den Aspekt des sportlichen Angebots und der Förderung des Tourismus, auf der anderen Seite wurde die Belastung des Waldes ins Feld geführt. Reinhard Hüßner wollte erst einmal die Kostenfrage geklärt wissen. Bei der Abstimmung ergab sich ein Patt von vier gegen vier Stimmen und somit eine Ablehnung der Wiesenbronner Beteiligung.

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