DETTELBACH

Windpark ist erst einmal vom Tisch

Stopp für Windpark: Ein Bild wie hier bei Dipbach ist momentan auf der Vorrangfläche (WK 21) für Windräder in den Gemarkungen Bibergau und Dettelbach nicht zu erwarten, es sei denn ein neuer Investor findet sich und der Stadtrat treibt seine bisherigen Planungen dann fort. Foto: Peter Pfannes

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag den Antrag der F & F Naturkraft Franken GbR auf Aufhebung des städtebaulichen Vertrags vom 15. Januar 2015 und den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Windpark Am Hügelacker/Am Sämer in den Gemarkungen Bibergau und Dettelbach aufgehoben.

Für „immer vom Tisch“ ist das Thema Windpark nach dem Rückzug des Investors F & F Naturkraft Franken allerdings noch nicht. Sollte ein neuer Investor Interesse zeigen, und einen Windpark auf der besagten Fläche errichten wollen, müsste der Stadtrat erneut über einen Bebauungsplan für dieses Vorhaben entscheiden.

Bürgermeisterin Christine Konrad bedauerte, dass das Projekt „von Bürgern für Bürger“ nicht verwirklicht werden konnte. Ihr Schluss-Statement verwunderte, immerhin hatten fast 1600 Dettelbacher mit ihrer Unterschrift einen Bürgerentscheid zu diesem Thema gefordert. Der Stadtrat hatte den Antrag auf das Bürgerbegehren, den die Dettelbacher Bürgerinitiative eingereicht hatte, aufgrund eines nach Ansicht der Rechtsaufsicht im Landratsamt Kitzingen formalen Fehlers (Koppelungsverbot) abgelehnt.

Die Bürgerinitiative forderte die Einhaltung der vom Freistaat Bayern festgelegten 10-H-Regelung (Mindestabstand zur Wohnbebauung soll die zehnfache Höhe des Windrads sein), die durch die eigene Bauleitplanung der Stadt Dettelbach ausgehebelt worden wäre. Nach dem vorläufigen Regionalplan der Regierung von Unterfranken für Windkraftanlagen bleibt das Gelände bei Bibergau allerdings weiter eine Vorrangfläche (WK 21) für Windräder.

Weitere Themen im Stadtrat Dettelbach:

• Die Erschließung des Baugebiets An der Bibergauer Straße in Euerfeld schreitet weiter voran. Der Stadtrat beschloss einstimmig den zweiten Bauabschnitt, der sich nahtlos an den ersten anschließt. Die asphaltierte Straße wird fünf Meter breit, der Gehweg in Betonsteinausführung eineinhalb Meter. Die Kosten für die Erschließung der 16 neuen Bauplätze belaufen sich auf 409 000 Euro.

• Einhellig hat der Stadtrat den Haushalts- und Wirtschaftsplan sowie die Haushaltssatzung 2015 der Horn‘schen Spitalstiftung abgesegnet. Der Verwaltungshaushalt hat ein Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt wurde mit 40 000 Euro angesetzt. Die Satzung tritt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft.

• Der Kindergarten Sonnenschein in Schernau wird auch im kommenden Jahr als sogenannter Landkindergarten geführt. Das Gremium befürwortete einen Antrag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schernau auf Anerkennung des Kindergartens als Landkindergarten. Derzeit besuchen 19 Mädchen und Jungen den Kindergarten.

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