KITZINGEN

Wittmann-Idee wird rege diskutiert

Im Stadtrat: Wittmann-Idee wird präsentiert
Fachmärkte statt Wohnblocks: Mit dieser Idee für die Breslauer Straße in der Kitzinger Siedlung ist der Kitzinger Immobilienmakler gescheitert. Der Stadtrat sprach sich dagegen aus. Foto: Grafik: Mainkonzept/Wittmann

Fachmärkte statt Wohnblocks: Das ist die Idee des Kitzinger Immobilienmaklers Georg Wittmann für die Breslauer Straße in der Siedlung. Seine Pläne wird er an diesem Donnerstag – wie berichtet – ab 18 Uhr im Kitzinger Stadtrat präsentieren. Für Aufsehen hat seine Idee jetzt schon gesorgt.

Das zeigen die Reaktionen in den Sozialen Medien auf die Veröffentlichung der Pläne. Zum Beispiel auf Facebook. Da kann man seine Meinung mit Symbolen ausdrücken oder aber einen Kommentar dazu abgeben.

Zwiegespaltene Meinungen

Beide Möglichkeiten sind in den vergangenen Tagen genutzt worden. Schaut man sich nur die sogenannten Likes an, dann ist die Option „Gefällt mir“ mit 15 Mal klar im Vorteil. Es gibt aber auch „Erstaunen“ über die Pläne und „wütende Ablehnung“.

Bei den fast 20 Kommentaren, die zu diesem Thema zu finden sind, ist die Tendenz allerdings genau gegenläufig. Es gibt zwar auch den Hinweis: Die Idee gefällt mir. Häufiger ist allerdings zu lesen: Das passt nicht in die Siedlung oder einfach nur „furchtbar“.

Wunsch nach bezahlbaren Wohnungen

Die meisten Kommentare beschäftigen sich allerdings mit dem Thema Wohnen in Kitzingen. Und da wird mehrfach der Wunsch nach bezahlbaren Wohnungen geäußert. „Das braucht kein Mensch, bezahlbare Wohnungen wären super“ ist ein Kommentar, der zumindest auf Facebook mehrheitsfähig scheint.

Aber das Netz ist eine Sache – wie die Mehrheit an diesem Donnerstag im Stadtrat entscheidet, ist eine andere. Wenn die Tendenz stimmt, die sich bei einer Kurzumfrage andeutete, wird es Wittmann schwer haben, die Mehrheit von seinem Plänen zu überzeugen.

In die Richtung geht auch der Kommentar, den CSU-Fraktionschef Andreas Moser auf Facebook abgegeben hat. Der ist auch für die „benötigten bezahlbare Wohnungen“ und verweist auf die gültigen Beschlüsse einer großen Mehrheit des Stadtrats zum Bau von attraktiven und bezahlbaren Wohnungen auch im sozialen Wohnungsbau an der Stelle. Moser hofft, dass diese von einer Mehrheit nicht gekippt werden.

Auch OB Müller kommentierte

Ein kurze Äußerung gibt es auch von Oberbürgermeister Siegfried Müller auf Facebook: Auf den Kommentar „das passt gar nicht in die Siedlung“, antwortet Müller knapp: „Das kann ich bestätigen.“

Müller bestätigt aber nicht nur, dass das Projekt nicht in die Siedlung passt. Auf Nachfrage hatte er eine ganze Reihe von Argumenten, die gegen die Wittmannpläne im Wohngebiet Siedlung sprechen und die im Stadtrat auf den Tisch kommen werden. Die weit fortgeschrittene Planung der Bau GmbH für die neuen Wohnungen zum Beispiel. Oder der Verkehr, der in die Siedlung gezogen würde. Oder auch die Widersprüche zum bestehenden Zentrenkonzept und die damit verbundenen Fördermittel. Es wird auch um die Frage gehen, warum Wittmann seine Ideen nicht in der von ihm gekauften ehemaligen US-Wohnsiedlung Marshall Heights umsetzt?

Der OB jedenfalls ging am Mittwoch davon aus, dass die klare Mehrheit im Stadtrat zu den bisherigen Beschlüssen steht. Das heißt, dass die Wittmann-Pläne keine Chance hätten.

Ein Outlet als Weg in die Zukunft?

Der hält, wie berichtet, die bisherigen Pläne für den Bau neuer Wohnblocks an der Stelle für falsch. Er sieht in der Ansiedlung eines Factory-Outlet-Centers (FOC) an der Stadteinfahrt aus Richtung Nürnberg den Weg in die Zukunft. Umsetzen will er seine Pläne über einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Dafür müsste der Stadtrat Ja sagen.

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