Iphofen

Wohnanlage fällt im Bauausschuss durch

Baukran (Symbolbild) Foto: IG Bau

Der Bau einer Wohnanlage mit insgesamt elf Wohnungen im Iphöfer Mühlenweg ist vom Bauausschuss zunächst zurückgestellt worden. Grund: Obwohl laut Verwaltung mehrfach vom Bauherrn gefordert, lag der für das Projekt nötige Grünordnungsplan bei der Abstimmung nicht vor. Der Ausschuss beschloss daraufhin, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen und erst dann wieder zu behandeln, wenn die Unterlagen vollständig seien. Nicht nur Stadtplaner Franz Ullrich sprach in ungewöhnlich deutlichen Worten von „Verarsche“, auch manche Stadträte reagierten verärgert.

Der Bauherr hatte vor mehreren Jahren schon gegenüber der Einfahrt zum Baugebiet Hündlein eine Wohnanlage errichtet – als Geschosswohnkomplex in bis heute umstrittener Optik und in Sichtachse zur historischen Altstadt. Dabei wurde nach Angaben von Stadträtin Peggy Knauer ein „wunderschöner Altbestand von Bäumen mutwillig herausgerissen“. Auch der jetzt eingereichte Antrag, der eine Bebauung der beiden Grundstücke im Mühlenweg 15 und 17 vorsieht, löste im Gremium einiges Unbehagen aus. „Das sieht ja aus wie ein Bahnhof“, sagte Stadtrat Otto Kolesch.

Mehr noch als an der Optik stieß sich der Ausschuss am fehlenden Grünordnungsplan und an der Anordnung der Parkplätze. Der Stadtplaner sprach von einer „wahllosen Ansammlung von Parkplätzen“ ohne jegliche Logik. Und Stadträtin Knauer mahnte angesichts der misslungenen Parkregelung beim ersten Projekt, die Parkplätze seien innerhalb der Grundstücksgrenze nachzuweisen. Grundsätzlich signalisierte der Ausschuss Zustimmung für das Projekt.

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