MARKT EINERSHEIM

Würzburger Tor soll Museum werden

Die Gemeinde Markt Einersheim plant im Würzburger Tor ein Museum über die Geschichte der Grafschaft Rechteren-Limpurg-Speckfeld. Ein Konzept dafür hat die Kunsthistorikerin Margarete Klein-Pfeuffer dem Gemeinderat vorgelegt.
Die Gemeinde Markt Einersheim plant im Würzburger Tor ein Museum über die Geschichte der Grafschaft Rechteren-Limpurg-Speckfeld. Ein Konzept dafür hat die Kunsthistorikerin Margarete Klein-Pfeuffer dem Gemeinderat vorgelegt. Foto: Hartmut Hess

Das Würzburger Tor in Markt Einersheim wurde schon vor vielen Jahren saniert, nur wurde das Ortsbild prägende Tor seitdem kaum genutzt. Das ändert sich jetzt, denn die Gemeinde will dort ein Museum einrichten: Thema der Ausstellung: die Grafschaft Rechteren-Limpurg-Speckfeld. Das Konzept von Kulturhistorikerin Margarete Klein-Pfeuffer überzeugte am Mittwochabend den Gemeinderat.

Im ersten Obergeschoss soll eine Ahnengalerie der Adeligen, in deren Familie es vor der Reformation auch Fürstbischöfe gab, vorgestellt werden. Das Konzept sieht vor, Modelle des frühmittelalterlichen Burghügels Altenspeckfeld, der Burg Speckfeld und des heutige Schlosses Speckfeld auszustellen. In einem anderen Raum soll mit bedruckten Estrichplatten auf dem Boden das gräfliche Territorium mit einer Art Landkarte abgebildet werden. Dazu sind Erläuterungen zu den Besitztümern geplant.

Im Dachgeschoss widmet sich das Museumskonzept dem Thema „Kirchweih und Burschenschaft“. Angedacht sind eine Figurine in der Tracht eines Burschenschaftlers und besondere Stücke der Markt Einersheimer Tracht auf einer Statue in Vitrinen. Eine Tafel wird Gräfin Luitgard von Rechteren-Limpurg-Speckfeld, der Gründerin des Trachtenvereins, gewidmet, dabei wird auch auf ihre künstlerischen Aktivitäten eingegangen.

Ein historischer Film von 1940, den Icho Graf von Rechteren-Limpurg-Speckfeld kürzlich der Gemeinde überließ, wird im Dachgeschoss zu sehen sein. Basierend auf dem vorgeschlagenen Konzept stellt die Gemeinde jetzt die Zuschussanträge bei der Leader-Stelle und der Regierung von Unterfranken.

Weitere Themen im Rat

• Die Gemeinde hat den endgültigen Förderbescheid für die Generalsanierung des Terrassenbads und damit die komplette Baufreigabe bekommen. Bürgermeister Herbert Volkamer sagte, dass für den künftigen Betrieb ein stärkerer Stromanschluss zu der Einrichtung verlegt werden muss. Auch ein Kanal zur Kläranlage muss gebaut werden, denn Abwässer, die bislang in einem Graben versickerten, müssen in Zukunft der Kläranlage zugeführt werden.

• Die Markt Einersheimer Gemeinderäte stimmten wie ihre Kollegen in den anderen sechs beteiligten Kommunen der Vereinbarung für die interkommunale Allianz „Südöstlicher Landkreis Kitzingen“ und der Kostenaufteilung zu. Von den Gesamtkosten für Personal und Material von 242 000 Euro für den Förder-Zeitraum von drei Jahren fließen 181 000 Euro an Zuschüssen. Der Rest wird aufgeteilt: eine Hälfte durch die sieben Gemeinden, die andere Hälfte durch die Einwohnerzahlen der Kommunen. Das bedeutet für Markt Einersheim einen jährlichen Anteil von 2348 Euro.

• Um das Errichten von Photovoltaikanlagen steuern zu können, hat der Gemeinderat entsprechende Änderungen für die beiden Bebauungspläne „Ottaube“ und „Point“ auf den Weg gebracht.

Das Würzburger Tor in Markt Einersheim.
Das Würzburger Tor in Markt Einersheim. Foto: GUENTHER FISCHER

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