MARKT EINERSHEIM

Zwei große Investitionen für die Kirchengemeinde

„Machen wir das Unangenehme zuerst“, meinte der evangelische Dekan Markt Einersheims, Ivo Huber, einleitend in der Ratssitzung am Mittwoch. Er informierte nach Beschwerden aus der Bevölkerung, dass jetzt ein Gutachten vorliege, nachdem die normale Verwesungsdauer von 20 Jahren im Alten Friedhofsteil nicht mehr gegeben sei. Der Dekan gab zu bedenken, dass es die Alternative des Bauens von Grabkammern samt Drainagesystem gebe, was nicht billig werde.

„Eine solche Alternative wäre teuer und für die Kirchengemeinde finanziell nicht alleine lösbar“, bemerkte Ivo Huber. Der Kirchenvorstand werde sich im Herbst damit befassen und dann müsse mit dem Gemeinderat und den Bürgern gesprochen werden. Dem Gutachten zufolge, sei derzeit von einer Verwesungszeit von 80 Jahren auszugehen, statt der 20 Jahre, die es sein sollten.

Petra Krist von der Verwaltungsgemeinschaft teilte mit, dass bei Grabkammern eine Verwesungszeit von zwölf Jahren angenommen wird. „Da türmt sich ein ganzer Rattenschwanz von Problemen im Friedhof auf“, bemerkte der Dekan. Er schilderte, dass es eine Übergangszeit geben werde, denn eine bauliche Veränderung könne nicht von heute auf morgen passieren, deswegen müsse noch für ein Jahr die Erdbestattung zugelassen werden. Franz Vogel votierte dafür, beide Möglichkeiten, die Erd- wie auch die Urnenbestattung, zu erhalten. „Die Kirchengemeinde ist keinesfalls alleine in der Lage, den Bau von Grabkammern zu finanzieren“, betonte Ivo Huber und erklärte: „Das ist derzeit mein Schicksal, dass die Kirchengemeinde viele Dinge anzugehen hat, aber das Geld dafür nicht hat“, schilderte der Dekan seine aktuelle Situation. Er machte deutlich, dass noch dieses Jahr eine Entscheidung gefällt werden müsse, „ansonsten wird uns die Entscheidung abgenommen“.

Ivo Huber gab dem Ratsgremium Informationen aus erster Hand zur geplanten Neugestaltung des Kirchenumfelds mit dem Pfarrhaus und dem künftigen Kirchengemeindehaus. „Wir haben zwar noch keinen Zustimmungsbeschluss von der Landeskirche, aber wenigstens einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn“, sagte Ivo Huber. Er verdeutlichte, dass das ehemalige Dekanatszentrum abgerissen werden muss, um im Neubau ein dreistöckiges Gebäude erhalten zu können. Die Markt Einersheimer hätten die Auflage bekommen, unbedingt den Charakter des Kirchenburg-Ensembles wieder zu schließen. Künftig werde es im neuen Gemeindehaus einen separaten Jugendraum geben und auch ausreichend Platz für das Archiv im Dachgeschoss.

Das Pfarrhaus wird ein relativ schlichtes Aussehen bekommen. Am Ratstisch regte sich Unverständnis über das Aussehen, das das künftige Pfarrhaus nach den bisherigen Plänen haben soll. „Da müssen wir noch reden, da sollten wir jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen“, meinte Ivo Huber. Die Ratsrunde stimmte dem Bauantrag der Kirchengemeinde zu, sodass bald die Abbrucharbeiten starten können.

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