Biebelried

Zwischen A 3 und A 7: Photovoltaik auf 37,3 Hektar

Die blau eingezeichneten Flächen sind die Standorte der geplanten Freiflächenphotovoltaikanlagen. Foto: Gerhard Krämer

Nördlich von Biebelried, zwischen den Bundesautobahnen A3 und A7, können weitere Freiflächenphotovoltaikanlagen entstehen. Die fünf Teilflächen umfassen insgesamt 37,3 Hektar.

In der vergangenen Sitzung hatte Manuel Zeller Bosse von der Südwerk Projektgesellschaft dem Gemeinderat die möglichen Flächen vorgestellt. Nach den ersten Planungen für die bereits genehmigten Flächen hatten sich weitere Interessenten gemeldet, die ihre Flächen aus der Landwirtschaft herausnehmen und für Freiflächenphotovoltaikanlagen zur Verfügung stellen möchten.

Weil Bürgermeister Roland Hoh und Gemeinderat Manfred Kleinschrodt selbst Flächen in den geplanten Arealen haben, nahmen die beiden an Beratung und Abstimmung bei den sie betreffenden Teilflächen nicht teil. Bürgermeister-Stellvertreter Gunnar Krauß übernahm den Tagesordnungspunkt komplett und ließ insgesamt zehn Beschlüsse fassen.

Das Vorhaben wird die 13. Änderung des Flächennutzungsplans sein. Der aufzustellende Bebauungsplan trägt die Bezeichnung "Photovoltaikanlage Großholz".

Auch bei Dettelbach tut sich was in Sachen Photovoltaik

Während die Gemeinderäte Bernd Renz und Matthias Manger grundsätzlich dagegen waren, gab es zu den einzelnen Teilflächen unterschiedliche Abstimmungsergebnisse. Vier waren zum Beispiel gegen die Teilfläche vier, die sich an der A3 nahe der Ausfahrt Rottendorf und damit nahe an Biebelried befindet. Fünf sprachen sich gegen die fünfte Teilfläche aus, die an der Ausfahrt Rottendorf auf der anderen Seite der A3 Richtung Rottendorf liegt. Letztlich hatten aber die zwischen 3,6 und 11,6 Hektar großen Teilflächen alle die Mehrheit.

Auch auf der Nachbargemarkung Dettelbach tut sich etwas in Sachen Photovoltaik. Die Stadt Dettelbach will nämlich einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Photovoltaik-Freiflächenanlage Effeldorf II" aufstellen. Parallel dazu wird der Flächennutzungsplan geändert.

Außerdem ging es in der Sitzung um folgende Punkte:

Die Neugestaltung der Würzburger Straße in Biebelried soll rund 2,16 Millionen Euro kosten. Abzüglich der Förderung verbleiben bei der Gemeinde 1,02 Millionen Euro. Für Irritationen sorgte bei den Gemeinderätinnen Renate Zirndt und Andrea Czech die Formulierung, dass bei Nichtvorlage des Verwendungsnachweises bis März 2022 das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) die Förderbewilligung widerrufen könne. Zirndt sprach von einer Drohkulisse, Czech befürchtet, dass die Gemeinde dann die komplette Summe zahlen müsste. Schließlich müsse man erst Firmen bekommen, die die Arbeiten ausführten.

Bürgermeister Roland Hoh sieht dies gelassener, kennt er doch solche Formulierungen aus der Vergangenheit. Es gebe immer wieder Ereignisse, die eine Fristverlängerung notwendig machten und der auch zugestimmt würde. Verlängerungen seien nichts Neues, ergänzte Manfred Kleinschrodt. Gemeinderat Guido Böhm meinte, dass im Ausschreibungsverfahren ersichtlich würde, ob eine Firma die Arbeiten im vorgegebenen Zeitraum schaffe. "Wir sollten jetzt anfangen", erteilte er einer "Verzögerungstaktik", wie es nannte, eine klare Absage. Der Zeitplan sollte in der Ausschreibung enthalten sein, forderte Manfred Kleinschrodt. Der Architekt müsse diesen dann überwachen, erwartet Gunnar Krauß.

Neuer Gemeinderat muss sich nicht an den Plan halten

Weiteres Thema war die Hauptstraße. Hier beschloss der Gemeinderat mit sieben zu fünf Stimmen einen "angedachten" Zeitplan. Andrea Czech hätte dies lieber komplett dem neuen Gemeinderat überlassen. Ihre Kollegin Renate Zirndt sagte: "Da wird wieder etwas festgeklopft, woran nicht mehr gerüttelt werden kann." Manfred Kleinschrodt meinte, dass sich der neue Gemeinderat nicht an den Plan halten müsse. Er rechnet aus Erfahrung damit, dass es eh länger dauern wird. Schließlich habe man 2002 mit der Dorferneuerung begonnen. Und selbst wenn die Planung für die Neugestaltung der Hauptstraße steht: vor der Fertigstellung der Würzburger Straße wird damit nicht begonnen.

Der vom Gemeinderat abgelehnte sogenannte Mehrgenerationenplatz, sprich die Gestaltung eines Dorfplatzes mit Freifläche am Sportheim, wäre grundsätzlich in der Dorferneuerung förderfähig, informierte Bürgermeister Roland Hoh. Hier solle man sich die Fördermöglichkeit noch erhalten, meinte der Bürgermeister auch mit Blick auf die Bedürfnisse der Jugend und eine Unterschriftenaktion.

Für die Sanierung der Simultankirche in Kaltensondheim wünscht der Gemeinderat, dass nun mehrere Architekten angefragt würden, ob sie zeitnah eine Kostenschätzung abgeben könnten. Darüber soll dann in der nächsten Sitzung informiert werden.

Kein Wahlkampf in der Bürgerversammlung

Andrea Czech erinnerte daran, dass die Bürgerversammlung vor der letzten Kommunalwahl auch erst nach dieser stattgefunden hätte. Deshalb wünschte sie sich dies nun auch von Bürgermeister Roland Hoh. So soll vermieden werden, dass Wahlkampf in die Bürgerversammlung hineingetragen werde.

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