VOLKACH

Anerkennung für eine stille Heldin

Willkommen und Abschied: Beim „Verein für ambulante Krankenpflege“ in Volkach wurden die Verdienste von Martha Martin gewürdigt und der neue Geschäftsführer des Caritasverbandes Kitzingen willkommen geheißen (von links): Monika Zeyer-Müller mit Martha Martin und Paul Greubel.
Foto: Renate Reichl | Willkommen und Abschied: Beim „Verein für ambulante Krankenpflege“ in Volkach wurden die Verdienste von Martha Martin gewürdigt und der neue Geschäftsführer des Caritasverbandes Kitzingen willkommen ...

Der Verein für ambulante Krankenpflege ist eine Institution an der Mainschleife. Deutlich wurde das in der Hauptversammlung. 484 Mitglieder zählt der Verein, davon über 200 aus Volkach. Vorsitzende Monika Zeyer-Müller erinnerte an die Arbeit der Vereinigung sowie an die Unterstützung der caritativen Organisationen und Beratungsdienste der Caritas Kitzingen, die im Volkacher Benefiziatenhaus eine zweite Heimat gefunden haben.

Unmittelbar helfen will man auch zukünftig der Gruppe Eine Stunde Zeit füreinander. Es sei ein engagiertes Team mit Wiltrud Klapheck an der Spitze, das hilfsbedürftigen oder einsamen Menschen zur Seite steht. Dies gelte ebenso für die Rheumaliga und die Hospizgruppe. Auch der Sozialstation St. Laurentius komme eine immer größere Bedeutung zu, wies sie auf die Unterstützung des ambulanten Pflegeteams hin. Gerade bei der Pflege zu Hause seien die Angehörigen auf Unterstützung angewiesen. Im vergangenen Jahr habe man die Sozialstation in besonderer Weise unterstützt, sagte Zeyer-Müller und meinte die 10 000-Euro-Spende für ein neues Fahrzeug.

Die Vorsitzende appellierte an ihre Mitstreiterinnen, verstärkt Menschen für die verantwortungsvolle Mitarbeit zu gewinnen. Angesichts einsatzfreudiger Mitglieder sei sie für die Zukunft optimistisch gestimmt. Namentlich nannte sie Stefanie Haupt, Annemarie und Anni Binzenhöfer sowie Gerlinde Martin und Olga Naser. Ihr Dank für die Zusammenarbeit galt auch den Verantwortlichen der Caritas Kitzingen und Würzburg sowie der Sozialstation „St. Laurentius“. „Gemeinsam werden wir auch die nächsten Jahre meistern, den Blick nach vorne gerichtet und die Bedürfnisse unserer Nächsten nicht aus den Augen verlierend“, sagte Zeyer-Müller.

Eine Überraschung gab es für Martha Martin: Mit einem Blumenstrauß würdigte die Vorsitzende das außerordentliche Engagement der „stillen Heldin“ zum Wohle ihrer Mitmenschen. Martin ist Gründungsmitglied der Hospizgruppe Volkach-Gerolzhofen, einem Zweigverein des Würzburger Hospizvereins, den sie gemeinsam mit Gleichgesinnten 1994 aus der Taufe gehoben hatte. Seit dieser Zeit begleitet sie Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige, ist Ansprechpartnerin für alle, die Hilfe brauchen. Daneben ist Martha Martin Gründungsmitglied beim Volkacher Trauerkreis „Trauern und Trösten“. Nicht zuletzt arbeitet sie als Referentin und informiert in Vorträgen über ihre Arbeit.

Paul Greubel, der Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Kitzingen, der am 1. Juni vergangenen Jahres die Nachfolge von Wolfgang Nemitz angetreten hat, stellte sich dem Volkacher Verein vor. Wie sein Vorgänger setze auch er auf Kontinuität und regelmäßigen Kontakt mit den Volkachern.

Schwester Sabine Fielhold sprach über das arbeitsreiche Jahr in der Sozialstation. Insgesamt waren 156 Patienten zu versorgen, davon 109 weibliche. Die älteste war 99 Jahre, der jüngste 22 Jahre alt. Zehn Pflegekräfte, darunter Altenpflegerinnen, Krankenschwestern und Schwesternhelferinnen, teilten sich die Aufgaben in den verschiedenen Pflegestufen. 5176 Essen auf Rädern waren ausgegeben worden. Insgesamt notierte sie 222 Pflegeinsätze, 25 Entlastungstage für Demenzkranke, 24 Dienstbesprechungen sowie einen Hauskrankenpflegekurs. Beraten wurde über eine Betreuung von Demenzkranken zweimal wöchentlich.

Der Verein für ambulante Krankenpflege sei mit seiner über 100-jährigen Tradition zum Hort für Hilfsbedürftige und zum „sozialen Motor“ der Stadt geworden, sagte stellvertretender Bürgermeister Reinhold Reichl.

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