Segnitz

Arsen im Grundwasser: Weiter Thema in Segnitz

Weiterhin ein Thema in Segnitz: Arsen im Trinkwasser (Symbolfoto).
Weiterhin ein Thema in Segnitz: Arsen im Trinkwasser (Symbolfoto). Foto: Oliver Berg

Wieder einmal beschäftigte das Thema Arsen den Segnitzer Gemeinderat. Um die Ausbreitung der noch vorhandenen Arsenfahne im Grundwasser nachvollziehen zu können, möchte das zuständige Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg zusätzliche Messstellen im Ortsbereich einrichten. Eine davon befindet sich in der Rathausstraße auf Gemeindegrund – ausgerechnet da, wo erst vor kurzem die Bauarbeiten im Rahmen der Straßensanierung fertiggestellt wurden. Dort nun das Pflaster wieder aufzureißen, gefällt den Räten nicht.

In ihrer Sitzung am Mittwoch suchten sie nach Alternativen in der Umgebung. Vorgeschlagen wurde unter anderem, nur wenige Meter weiter in die Hans-Kesenbrod-Straße zu gehen, wo eben noch nicht saniert wurde. Was die Räte besonders ärgert: Um klarzumachen, wo die neuen Messstellen hin sollen, hat das Amt Fotos angefertigt, die während der Bauarbeiten aufgenommen wurden. Warum die Anfrage an die Gemeinde erst jetzt kommt, wo alles fertig ist, stößt auf Unverständnis.

Zwei Messstellen sind auf Privatgrund

Bürgermeister Peter Matterne soll nun dem Amt die alternativen Stellen vorschlagen. Sollte eine Verlegung der Messstellen nicht möglich sein, muss sie am geplanten Standort eingerichtet werden. Denn eines ist klar: Wenn die Gemeinde sich dem verweigert, müssten Folgekosten aus der Arsenvergiftung selbst getragen werden. Zwei weitere Messstellen befinden sich auf Privatgrund, hier nimmt das Amt direkt mit den Betroffenen Kontakt auf.

Der Gemeinderat hat außerdem festgelegt, in welcher Höhe der Bürgermeister Geschenke annehmen darf. Bisher lag der Wert bei 25 Euro, Peter Matterne möchte ihn auf 15 Euro absenken. "Ich will und brauche nicht soviel. Eine gute Flasche Sekt zum Beispiel reicht als Geste völlig aus und die liegt in diesem Bereich." Dem stimmten die Räte zu.

Außerdem plant der Gemeinderat in nächster Zeit eine Verkehrsnachschau zusammen mit der Polizei und dem Straßenbauamt der VG. Hier sollen vor allem Beschilderungen und Parkverhalten geprüft und wenn nötig nachgebessert werden. Bürgermeister Matterne schloss nicht aus, in Zukunft doch auch über Geschwindigkeitskontrollen und Parkraumüberwachung nachzudenken. Am Mittwoch sammelten die Räte die Punkte, die abgegangen werden sollen, der Termin soll zeitnah stattfinden. Auch nach Möglichkeiten für öffentliche Abfallbehälter möchten die Räte hier Ausschau halten.

Dorfgemeinschaftshaus wird nicht rechtzeitig fertig

Der Energieversorger muss Bäume und Sträucher in der Nähe von Stromleitungen zurückschneiden oder fällen, um Gefahren zu vermeiden. Der Gemeinderat beschloss, dass das dabei anfallende Holz anschließend öffentlich versteigert werden soll.

Das Dorfgemeinschaftshaus sollte bis zum 6. Juni endgültig fertiggestellt sein, um die zugesagte ELER-Förderung auch tatsächlich in voller Höhe zu erhalten. Dennoch gibt es immer noch Verzögerungen im Bereich der Asphaltarbeiten im Außenbereich, außerdem fehlt noch eine Schließanlage und Spielgeräte draußen. All diese Dinge laufen bereits, die Fertigstellung wird aber nicht rechtzeitig sein. Bürgermeister Matterne las ein Schreiben des betreuenden Architekten Jürgen Hertl vor, in dem dieser zusichert, die Fördersumme sei dennoch nicht gefährdet. Da sich die Gesamtkosten des Baus erhöht haben, sinkt der prozentuale Anteil der Fördersumme und somit sei das kein Problem. Dennoch hoffen die Segnitzer auf einen schnellen Abschluss.

Wer einen Umbau plant, kann eine Förderung stellen

Dann soll es sofort mit dem Umbau der Bushaltestelle vor dem Gebäude weitergehen, sodass sie bis zum neuen Schuljahr fertig ist. Hier fallen Gesamtkosten von rund 50 000 Euro an, die Aufträge sind bereits vergeben. Die Gemeinde hat einen Eigenanteil von etwa 32 000 Euro zu tragen.

Bürgermeister Matterne wies außerdem darauf hin, dass die Fördertöpfe des Amtes für ländliche Entwicklung für private Baumaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung noch gut gefüllt seien. Wer einen Umbau plant, kann sich rund 30 bis 60 Prozent der Kosten bezuschussen lassen. Die Anträge dafür müssen über den Bürgermeister gestellt werden.

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