Rödelsee

Den Schwanberg genießen: Wenn sich die Besucher "verlaufen"

Die Region rund um den Schwanberg ist sehr beliebt. Viele nutzten das schöne Wetter, um sich dort zu erholen. Überlaufen war es am Wochenende dennoch nicht.
Das Rödelseer terroir f entwickelt sich zum Anziehungspunkt.
Foto: Gerhard Krämer | Das Rödelseer terroir f entwickelt sich zum Anziehungspunkt.

Am langen Pfingstwochenende war nicht nur an der Mainschleife, sondern auch rund um den Schwanberg viel los. Das vergangene Wochenende verlief zumindest auf dem Berg ruhiger ab. Gleichwohl nutzen viele aus nah und fern das schöne Wetter zum Spazierengehen, Wandern oder Radfahren.

Ruhiger war es am Samstag, denn viele hatten den Tag wohl für den eigenen Garten reserviert. Auf dem Schwanberg zum Beispiel gab es da um die Mittagszeit auf dem vorderen großen Parkplatz noch ausreichend freien Parkraum, während am Samstag schon vor 12 Uhr Autofahrer ein Schleifchen drehen durften und sich einen Platz bei den hinteren Parkflächen suchen mussten. Es sei denn, sie hatten Glück und ein Auto stieß gerade heraus und sie konnten gleich die Lücke wieder füllen.

Mobiler Kaffeeonkel

„An Pfingsten war auf dem Berg mehr los“, erzählt Timo Kensy, der samstags, sonn- und feiertags, also auch an Fronleichnam, mit seiner mobilen Kaffeebar Kaffeeonkel auf dem Schwanberg zu finden ist. Der Jillbaag Foodtruck kommt sonntags. Dass es jetzt weniger Zulauf gebe, führt Timo Kensy darauf zurück, dass jetzt die Außengastronomie, vor allem die Biergärten, wieder geöffnet hätten. Die Vielfalt der Wege auf dem Berg trägt zudem dazu bei, dass sich die Besucher rasch „verlaufen“.

Am Samstag werkelten auch viele Winzer und ihre Helfer in den Weinbergen am Schwanberg. Sie teilten sich die Wege mit Wandern und Radfahrern, die meist zu zweit oder in Familienstärke den Wechsel zwischen Wald und Weinberg und vor allem den Blick in die weite Landschaft genossen. Auch viele Wohnmobilisten nutzten das Wochenende für einen Ausflug. Beliebt nach wie vor ist der Stellplatz beim Rödelseer Weingut Hemberger zwischen Rödelsee und Iphofen in den Weinbergen. Der Platz war gut gefüllt.

Wenn Touristen schwärmer

Neben dem Besuch auf dem Berg zieht die „Rödelseer Röhre“, wie das dortige terroir f, ein magischer Ort des Frankenweins, auch genannt wird. „Toll gemacht“, schwärmte Uwe Kohlmann aus der Nähe von Aschaffenburg. „Sehr modern, passt aber gut hierhin“, lautete sein Urteil über das Objekt. Ein Foto durfte natürlich nicht fehlen. Das terroir f, das dem Silvaner thematisiert, dürfte mittlerweile zu den Objekten zählen, die in der Region am meisten fotografiert werden. Das hatte auch am Wochenende Frankens Weinkönigin Carolin Meyer bei der Eröffnung der Rödelseer Vinfothek bestätigt.

Von den Lockerungen bei den Corona-Vorschriften profitieren auch Übernachtungsbetriebe. Sonja und Markus Bausewein aus dem hessischen Langenselbold haben sich im Iphöfer Hotel, das ihren Namen trägt, über das Wochenende einquartiert. Sie wanderten von Iphofen über die Weinberge nach Rödelsee.

Beliebter Wanderweg

Der Weg von Iphofen nach Rödelsee scheint bei den Touristen rund um den Berg sehr beliebt zu sein. Auch Waltraud Krause aus Haßfurt nutzte diese Strecke. Erwin und Sieglinde Mahnel aus Nürnberg lieben diese Region, in die es sie seit Jahren regelmäßig zieht. „Zu wenig“ seien sie noch hier, meint Familie Schedel, die früher in Dettelbach und nun in Augsburg wohnt. Sie haben das Wochenende genutzt, mit der befreundeten Familie Neumeir aus Augsburg zum Schwanberg zu fahren.

In den Orten um den Schwanberg freuten sich nicht nur die Betreiber von Hotels oder Pensionen über Lockerungen, sondern auch die Gastwirte. Denn sie durften endlich wieder Gäste im Außenbereich bewirten. Letztere genossen es sichtlich, draußen zu sitzen bei einem kühlen Bier oder einem guten Schoppen und leckerem Essen.

Die mobile Kaffeebar Kaffeeonkel von Timo Kensy wird von Besuchern des Schwanbergs gut angenommen, gibt es doch kein Café mehr.
Foto: Gerhard Krämer | Die mobile Kaffeebar Kaffeeonkel von Timo Kensy wird von Besuchern des Schwanbergs gut angenommen, gibt es doch kein Café mehr.
In der Weite der Weinberge bewegen sich Wanderer mit Abstand.
Foto: Gerhard Krämer | In der Weite der Weinberge bewegen sich Wanderer mit Abstand.
Wohnmobilstellplätze um den Schwanberg sind sehr beliebt.
Foto: Gerhard Krämer | Wohnmobilstellplätze um den Schwanberg sind sehr beliebt.
Radfahrer hatten auf dem Schwanberg keine Probleme, einen Parkplatz zu finden. Am Sonntag war der große Parkplatz schon zur Mittagszeit voll, die vielen Besucher des Bergs verliefen sich aber rasch.
Foto: Gerhard Krämer | Radfahrer hatten auf dem Schwanberg keine Probleme, einen Parkplatz zu finden. Am Sonntag war der große Parkplatz schon zur Mittagszeit voll, die vielen Besucher des Bergs verliefen sich aber rasch.
Erwin und Sieglinde Mahnel rasten wie etliche andere auch am terroir f-Punkt bei Rödelsee.
Foto: Gerhard Krämer | Erwin und Sieglinde Mahnel rasten wie etliche andere auch am terroir f-Punkt bei Rödelsee.
Gerne wurde das Angebot der Außengastronomie wie hier in Iphofen genutzt.
Foto: Gerhard Krämer | Gerne wurde das Angebot der Außengastronomie wie hier in Iphofen genutzt.
Etliche Radler-Gruppen waren am Wochenende wie hier in Iphofen unterwegs.
Foto: Gerhard Krämer | Etliche Radler-Gruppen waren am Wochenende wie hier in Iphofen unterwegs.
Autofahrer durften ein Schleifchen fahren und mussten sich einen Platz auf den hinteren Parkplätzen auf dem Schwanberg suchen.
Foto: Gerhard Krämer | Autofahrer durften ein Schleifchen fahren und mussten sich einen Platz auf den hinteren Parkplätzen auf dem Schwanberg suchen.
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