Dettelbach

Millionenprojekt: Dettelbacher Stadtverwaltung wird barrierefrei

Der Start einer langen Sanierung: Das Verwaltungsgebäude bekommt in den nächsten Jahren eine Generalsanierung verpasst. Jetzt geht es erst einmal mit der Barrierefreiheit los.
So könnte das Verwaltungsgebäude in Dettelbach – hier die West-Ansicht – eines Tages aussehen. Der Mittelbau bekommt ein völlig neues Gesicht.
Foto: Ingenieur- Büro Ernst Plannasch | So könnte das Verwaltungsgebäude in Dettelbach – hier die West-Ansicht – eines Tages aussehen. Der Mittelbau bekommt ein völlig neues Gesicht.

Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt – genau diesen ersten Schritt ist der Dettelbacher Stadtrat jetzt gegangen, was den Umbau und die Generalsanierung des Verwaltungsgebäudes in der Luitpold-Baumann-Straße samt der Nebengebäude anbelangt. Dabei geht es zunächst um Barrierefreiheit und Brandschutz, in einem weiteren Schritt wird dann das gesamte Ensemble in den kommenden Jahren auf Vordermann gebracht, inklusive der bröckelnden Sandstein-Fassade.

Um überhaupt erst einmal einen Gesamtüberblick zu bekommen, wurde in den vergangenen Monaten von dem beauftragten Ingenieurbüro Ernst Plannasch eine Bestandsanalyse gemacht. Klingt einfach, war es aber nicht: Alte Pläne existierten nicht wirklich, vor Ort wartete so manche Überraschung. Etwa in Form verfüllter Keller, von deren Existenz keiner so recht etwas wusste, wie dem Vortrag von Ernst Plannasch am Montagabend im Dettelbacher Stadtrat zu entnehmen war.

Der bestehende Zwischenbau der Haupt- und Hintergebäude der Verwaltung wird größtenteils abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Foto: Robert Haaß, Archiv | Der bestehende Zwischenbau der Haupt- und Hintergebäude der Verwaltung wird größtenteils abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Deutlich wurde: Unabhängig von manchen Wissenslücken aus der Vergangenheit steht hier allen ein langer Weg bevor: Im Grunde muss das gesamte Ensemble von Grund auf saniert und angeglichen werden, wobei der Zwischenbau ein völlig neues Gesicht bekommt. Alles in allem dürfte das Projekt um die 4,2 Millionen Euro verschlingen. Am Ende werden der Verwaltung dann 2066 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt werden 960 000 Euro fällig

Der erste Schritt schlägt mit gut 960 000 Euro zu Buche und beinhaltet die Barrierefreiheit und den Brandschutz, beides sind Pflichtaufgaben der Stadt. Nachdem der Stadtrat dies einstimmig mit 19:0 auf den Weg gebracht hat, geht es jetzt das Vorantreiben der Planung. Laut Ingenieurbüro sollten in diesem Jahr alle Genehmigungen eingeholt werden können. Kommendes Frühjahr könnte es dann mit den Arbeiten losgehen. Dann wird das Zwischengebäude größtenteils abgerissen und neu gebaut. Das dürfte etwa ein Jahr dauern, bevor es mit den beiden eigentlichen Hauptgebäuden weitergehen könnte.

Während sich für die Verwaltung erst einmal nichts ändert, wird es im ersten Abschnitt für das Archiv ernst: Das befindet sich derzeit noch unterm Dach und wird seinen neuen Platz im Keller finden. Mit dem Umzug ist dann auch in Sachen Brandschutz alles im Lot - und statt über das Treppenhaus ist das Archiv künftig bequem über den neuen Aufzug zu erreichen.

Die weiteren Pläne sehen dann so aus: Der derzeit noch angegliederte Bauhof würde in das ehemalige Baywa-Gelände umziehen, die Stadtwerke wiederum könnten den aktuellen Bauhof-Platz einnehmen. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, das Gesamtprojekt dürfte sich einige Jahre hinziehen, einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht.

Es dürfte womöglich, so klang es zumindest im Stadtrat durch, eine Maßnahme für das nächste Jahrzehnt werden. Zumal die Stadt gerade ein ähnliches Projekt am Historischen Rathaus stemmt: Wie kürzlich vom Stadtrat beschlossen, soll das spätgotische Haus im Herzen der Stadt ebenfalls barrierefrei werden und einen Aufzug erhalten. Allein der Aufzug dürfte um die 300 000 Euro kosten. Wobei das Gesamtpaket samt einigem Drumherum wie ein neues WC bei 500 000 Euro liegen dürfte, so zumindest die aktuelle Schätzung. 

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