Kitzingen

Projekt Alter Hafen in Marktsteft: Die Angst vor dem Schwarzbuch

Marktsteft muss klare Kante zeigen: Soll der Alte Hafen umgestaltet werden? Oder passt das Projekt - auch durch finanzielle Corona-Schieflagen - nicht mehr in die Zeit? Ein Kommentar zu einem strittigen Thema.
27.10.2020, Niedersachsen, Hannover: Bernhard Zentgraf, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt) in Niedersachsen und Bremen, hält das Schwarzbuch ·Die öffentliche Verschwendung· während einer Pressekonferenz in den Händen. Darin werden auch aus Niedersachsen und Bremen erneut Beispiele für den sorglosen Umgang mit Steuergeldern angeprangert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Hauke-Christian Dittrich (dpa) | 27.10.2020, Niedersachsen, Hannover: Bernhard Zentgraf, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt) in Niedersachsen und Bremen, hält das Schwarzbuch ·Die öffentliche Verschwendung· während einer Pressekonferenz in ...

Der Alte Hafen in Marktsteft als Kandidat für das "Schwarzbuch der Steuerzahler"? Als Josef Mend im Umweltausschuss des Kreises dieses unschöne Szenario an die Wand malte, war das eine klare Warnung: Vielleicht ist es besser, die Hände von dem Millionen-Projekt zu lassen. Viele Kreisräte teilen diese Befürchtung. Die Gefahr, dass sich Marktsteft übernehmen könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Zumal Cornoa sowieso alles noch einmal finanziell durcheinanderwirbelt. Deshalb hat der Umweltausschuss ein klares Signal gesendet: Liebe Marktstefter, ihr müsst das nicht machen. Nicht wegen uns, nicht wegen der Umweltstation. Gleichzeitig gibt es das Signal: Wenn ihr es macht und beweist, dass ihr es könnt, sind wir mit der Umweltstation auch wieder im Boot.

Das ist fair, eine tatsächliche Handreichung. Zuletzt war die Situation verfahren, das Vertrauen weg. Es hätte auch ganz anders kommen können: Der Kreis hätte einen Schlussstrich ziehen und aussteigen können. Weil das nicht geschah, kann am Ende jeder sein Gesicht wahren. Es liegt nun an Marktsteft: Entweder das Projekt gerade noch eben ohne größeren Schaden stoppen und erst einmal die Pflichtaufgaben erfüllen, statt zur Kür anzusetzen. Oder das Ding durchziehen. Dann aber richtig und ohne die Fehler und das Herumschlingern der vergangenen Monate.   

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