Prichsenstadt

Exkursion des Vereins Alt Prichsenstadt

Christine Hofstetter, zweiter Vorsitzenden des Vereins DenkOrt Deportationen Würzburg, erläutert der Gruppe das Denkmal am Hauptbahnhof.
Foto: Stefan Polster | Christine Hofstetter, zweiter Vorsitzenden des Vereins DenkOrt Deportationen Würzburg, erläutert der Gruppe das Denkmal am Hauptbahnhof.

Zu einer Exkursion nach Würzburg zum jüngst eingeweihten DenkOrt Deportationen sowie nach Gaukönigshofen zur zentralen Jüdischen Gedenkstätte des Landkreises Würzburg hatte der Arbeitskreis "Stolpersteine - Erinnern und Gedenken" im Verein Alt Prichsenstadt eingeladen. Zur Exkursion fanden sich 15 Personen zusammen, wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt. Von Prichsenstadt aus ging die Fahrt zunächst zum Hauptbahnhof nach  Würzburg, wo die Gruppe von Christine Hofstetter (zweite Vorsitzende des Vereins DenkOrt Deportationen Würzburg) empfangen wurde. Sie erläuterte unter anderem, dass am 17. Juni diesen Jahres seiner Bestimmung übergebene Denkmal für die etwa 6000 aus Unterfranken während der Jahre 1941 bis 1944 deportierten jüdischen Mitbürger, die von Würzburg aus in Ghettos und Vernichtungslager in Litauen, Polen und Böhmen deportiert und dort fast ausnahmslos ermordet wurden. Aus Prichsenstadt wurden 1942 insgesamt zehn Menschen jüdischen Glaubens nach Krasnystaw in Ostpolen bzw. Theresienstadt in Nordböhmen deportiert, von denen niemand überlebte - aus dem heutigen Stadtteil und seinerzeit noch selbständigen Altenschönbach sind es sechs Menschen gewesen. Die Exkursionsteilnehmer waren ausnahmslos sehr angetan von dem Konzept des ”DenkOrts”.  Weiteres Ziel war Gaukönigshofen, wo sie von Gertraud Renner, Mitarbeiterin in der Jüdischen Gedenkstätte des Landkreises Würzburg, erwartet wurde. Sie beschrieb vor dem Gebäude der 1842 errichteten Synagoge die Geschichte der Juden in Gaukönigshofen und führte dann die Gäste durch die 1988 renovierte und zu einer Gedenkstätte umgewandelte Synagoge. Anschließend wurden ehemals jüdische Anwesen besichtigt.  Mit einer anschließenden Stärkung in einem Gaukönigshofer Gasthaus endete die Exkursion des Vereins Alt Prichsenstadt.

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