Kitzingen

Fazit: Wie liefen die digitalen Berufsinformationstage?

Nach einer Woche endeten in der Kreisstadt die Berufsinformationstage am Freitag. Die Veranstalter sind mit dem Ablauf der Messe zufrieden und ziehen eine Bilanz.
Die Berufsinformationstage in Kitzingen fanden dieses Jahr digital statt. Wie fällt die Bilanz der Veranstalter aus?
Foto: Screenshot Maria Faiß | Die Berufsinformationstage in Kitzingen fanden dieses Jahr digital statt. Wie fällt die Bilanz der Veranstalter aus?

Insgesamt 12 300 gezählte Besucher haben die digitalen Berufsinformationstage in Kitzingen genutzt. Sieben Tage lang konnten sich interessierte Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis Kitzingen informieren. "Die Resonanz war äußerst positiv", sagt Claudia Biebl, die Pressesprecherin der Stadt Kitzingen.

Besonders Schulen seien mit dem digitalen Format sehr zufrieden gewesen. Laut Biebl wünschten sich einige, dass das digitale Angebot dauerhaft bestehe. An der Realschule Dettelbach wurde ein digitaler Messebesuch sogar mehrfach in der Woche in den Online-Unterricht eingebaut. "Ich glaube es war gut, dass wir die Veranstaltung abgehalten haben", sagt Biebl. "Dadurch haben wir die Informationsmöglichkeit für die Schüler sichergestellt."

Eine Aktion mit ungewissem Ausgang für die Veranstalter

Bei der Akquise der Unternehmen haben die Veranstalter gemerkt, dass weniger Stände zusammenkamen. Dies war ein kleiner Wermutstropfen, da vor allem kleinere Aussteller verloren gegangen seien. "Diese hatten vielleicht einfach Angst vor dieser digitalen Version oder Bedenken, ob diese funktioniert", vermutet Biebl.

Pressesprecherin Claudia Biebl von der Stadt Kitzingen war mitverantwortlich für die Berufsinformationstage.
Foto: Matthias Lewin | Pressesprecherin Claudia Biebl von der Stadt Kitzingen war mitverantwortlich für die Berufsinformationstage.

Für die verbliebenen rund 60 Aussteller gab es zwei verschiedene Möglichkeiten, ihre Stände zu gestalten. Entweder sie nutzten einen fertigen Raum, den sie nur noch farblich und Inhaltlich gestalten mussten oder sie richteten ihn komplett selbst ein. Ungefähr zwei Drittel entschieden sich für die erste Variante. "Der Mehraufwand für die Unternehmen hielt sich somit in Grenzen", sagt Biebl.

Dass die Veranstaltung so gut verlief, war für Biebl nicht selbstverständlich. "Wir hatten in diesem Bereich noch keinerlei Erfahrungen und konnten nur vermuten, wie das Angebot bei Unternehmen und Besuchern ankommt", erklärt sie. Ein genaues Feedback erhalte sie zwar erst Ende dieser Woche, "aber wenn irgendwas schlecht gelaufen wäre, hätten wir mit Sicherheit schon Anrufe bekommen". Die Technik habe also funktioniert, und wie sich die Bewerberzahlen entwickeln, werde die Zukunft zeigen.

Der Austausch funktionierte auch digital

Der verbindliche Chat-Termin am letzten Messetag wurde laut Biebl von den Teilnehmern umfangreich genutzt. "Es kamen wirklich qualifizierte Chats mit detaillierten Fragen zustande", berichtet sie erfreut. Von zwei Jugendlichen habe sie sogar schon die Information, dass sie sich bei der Stadt Kitzingen bewerben wollen.

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Die Stadt Kitzingen hat einen Auszubildenden eingesetzt, um Jugendlichen im Live-Chat Rede und Antwort zu stehen. Nico Neubauer absolviert eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und gab Informationen zur Ausbildung bei der Stadt Kitzingen. Insgesamt führte er 32 Chat-Konversationen. "Es waren intensive Gespräche und teilweise wurden auch Fragen zu meinem Werdegang gestellt", berichtet er.

Beliebt gewesen seien vor allem Fragen zu den Themen Lohn, Urlaub, Überstunden, Arbeitszeit und Bewerbungsverfahren. Bei den angebotenen Ausbildungsberufen interessierte die Teilnehmenden hauptsächlich die Stelle des Verwaltungsfachangestellten, 30 der 32 Chats bezogen sich darauf.

Über Zukunftspläne wird noch diskutiert

Das bisher positive Feedback der Teilnehmer und Unternehmen werde von den Veranstaltern definitiv in die künftige Planung der Berufsinformationstage mitgenommen. "In der Arbeitsgruppe, die für die Veranstaltung zuständig ist, werden wir im März darüber sprechen", weiß Biebl. Dieser Arbeitskreis besteht unter anderem aus Vertretern aus Bildung und Wirtschaft. Die Kernfrage werde sein, wie das digitale Angebot auch in den kommenden Jahren eingesetzt werden kann.

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