Willanzheim

Geburten-Boom erfordert Kindergartenerweiterung in Willanzheim

Noch reicht die Kapazität des Willanzheimer Kindergartens. Doch in Folge von boomenden Geburtenzahlen ist bis ins Jahr 2024 eine Erweiterung notwendig.
Foto: Hartmut Hess | Noch reicht die Kapazität des Willanzheimer Kindergartens. Doch in Folge von boomenden Geburtenzahlen ist bis ins Jahr 2024 eine Erweiterung notwendig.

Die Gemeinde Willanzheim erlebte in den vergangenen Jahren einen Geburten-Boom. Das ist einerseits erfreulich, beschert der Gemeinde und den Kindergartenträgern aber Handlungsbedarf. Im laufenden Kindergartenjahr gelingt es noch, alle Kinder unterzubringen, doch bis zum Jahr 2024 müssen weiteren Kindergarten- oder Kinderkrippengruppen eingerichtet werden. "Wir haben in allen Ortsteilen steigende Zahlen, weshalb der Bedarf ernorm anwächst", erklärte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert in der jüngsten Ratssitzung.

Die Gemeinde hatte eine Bedarfsabfrage durchgeführt, bei der in Hüttenheim und Markt Herrnsheim die Mehrheit der Eltern geantwortet hätten und in Willanzheim fast 100 Prozent. Dabei wurde offenbar, dass die Eltern es weiterhin befürworten, dass die Kinder in Hüttenheim in altersgemischten Gruppen betreut werden, während in Willanzheim nach Alter getrennt wird. Die Befragung ergab auch, dass mehr Interesse an der Waldgruppe besteht.    

Weitere Themen im Rat waren:

Die Bürgermeisterin gratulierte dem Ratsmitglied Heinz Köller, der die Verdienstmedaille um die kommunale Selbstverwaltung in Bronze von Regierungspräsident Eugen Ehmann verliehen bekommen hatte. Der Hüttenheimer gehört seit 1984 durchgängig dem Marktgemeinderat und wirkte von 2008 bis 2020 als Stellvertreter der Bürgermeisterin.

Erinnerung an Deportation

Der Gemeinderat beschloss, sich an der Initiative Denkort Aumühle zu beteiligen. Dort wird an zentraler Stelle an die Deportation jüdischer Menschen zwischen 1941 und 1944 durch die Nationalsozialisten erinnert. Die Opfer wurden damals über den kleinen Aumühle-Güterbahnhof und den Hauptbahnhof in Würzburg abtransportiert und in Osteuropa ermordet.

Die Gedenkstätte "DenkOrt Deportationen 1941-1944" wurde im Juni vor dem Würzburger  Hauptbahnhof eröffnet. Das Besondere an ihr ist, dass sie sich als partizipatives Denkmal versteht. Deswegen hat sich die Initiative wegen einer Beteiligung an die unterfränkischen Kommunen gewandt und Hüttenheim ist jetzt mit an Bord. "Dass die Iphöfer Schule daraus ein Projekt machen will, hat es uns leicht gemacht, Ja zu sagen", meinte Ingrid Reifenscheid-Eckert. Jetzt soll wie in anderen Gemeinden mit deportieren Juden in ihrer Geschichte ein Koffer am Marktplatz platziert werden um an das schlimme Geschehnis zu erinnern.   

Dank der Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) konnte die Gemeinde auf dem Markt Herrnsheimer Spielplatz zwei neue Schaukeln, ein Reck und einen Rutschenturm anschaffen. Von den 16 000 Euro übernahm das ALE den Projekt-Höchstbetrag von 10 000 Euro.

Beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses und eines Kindergartens in Hüttenheim laufen die Arbeiten planmäßig. Jetzt vergab die Ratsrunde den Auftrag für ein Zwischendach zum Preis von 8500 Euro an die Firma Pfeiffer aus Remptendorf.

Aufwändige Sanierung

Recht aufwändig gestalten sich die Sanierungsarbeiten an allen Installationsleitungen in der Markt Herrnsheimer Marktschänke. Der Flickenteppich an bisherigen Leistungssystemen für Strom, Wasser und Gas wurde entfernt und jetzt sauber verlegt. Daneben entfernten die Bauarbeiter zuletzt aus Feuerschutzgründen eine Holzdecke aus dem Foyer.

In der Zeit, in der kürzlich der B8-Kreisverkehr in Mainbernheim gesperrt war, nutzten einige den Flurweg in Verlängerung des Willanzheimer Sportplatzes als Abkürzung genutzt. Da die Fahrzeuge nach Meinung der Familie Schiffmeyer meist zu schnell unterwegs waren, beantragte die Familie jetzt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Km/h in diesem Bereich. Der Gemeinderat will die Situation erst noch beobachten und nicht dauerhaft 30 Km/h-Schilder anbringen lassen, da es nicht kontrolliert werden könne.

An der Merkt Herrnsheimer Simultankirche wurden Maler- und Verputzer-Arbeiten für 28 000 Euro durchgeführt, dazu gewährt die Gemeinde einen Zuschuss von zehn Prozent.

Die Ratsrunde beschloss die Teilnahme am Familienstützpunkt innerhalb der interkommunalen Allianz 7/22 Südost, der gemeindliche Beitrag beläuft sich auf 2700 Euro pro Jahr.

Der Musikverein Willanzheim erhält von der Gemeinde einen Zuschuss zur musikalischen Ausbildung, für das Jahr 2019 sind es 1467 Euro.

Die überörtliche Rechnungsprüfung für die Jahresrechnungen 2017 bis 2019 ergaben keine Beanstandungen und der Kommunale Prüfungsverband hatte für den Jahresabschluss 2018 in den gemeindlichen Einrichtungen nichts einzuwenden hatte.

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