Schwarzach

Gemeinderat Schwarzach: Dem Parkchaos auf der Spur

Beim Ortstermin an der Tankstelle in Hörblach konnten sich die Mitglieder des Schwarzacher Gemeinderats live ein Bild von der prekären Verkehrssituation machen. Durch parkende Fahrzeuge werden Zu- und Ausfahrt der Tankstelle stark behindert. Ein eingeschränktes Halteverbot soll es richten.
Beim Ortstermin an der Tankstelle in Hörblach konnten sich die Mitglieder des Schwarzacher Gemeinderats live ein Bild von der prekären Verkehrssituation machen. Durch parkende Fahrzeuge werden Zu- und Ausfahrt der Tankstelle stark behindert. Ein eingeschränktes Halteverbot soll es richten. Foto: Peter Pfannes

Ein eingeschränktes Halteverbot in der Kitzinger Straße in Hörblach  soll die dortigen Verkehrsprobleme lösen. Durch die Parkbeschränkungen gegenüber der Tankstelle fallen in Zukunft etwa neun Pkw-Parkplätze am rechten Straßenrand in Richtung Ortsmitte weg. Einstimmig fassten die Mitglieder des Gemeinderats bei ihrem Ortstermin am Dienstagabend vor der Ratssitzung im Beisein einiger Hörblacher diesen Beschluss.

Auf Verkehrsteilnehmer, die gegen das Halteverbot verstoßen, warten künftig Knöllchen, denn Schwarzachs Gemeinderat hat jüngst beschlossen, den ruhenden Verkehr überwachen zu lassen. Nachdem bei den letzten Bürgerversammlungen immer wieder Beschwerden über Falschparker an verschiedenen Stellen in den Ortsteilen auftauchten, machte Bürgermeister Volker Schmitt die eventuelle Einrichtung von Halte- und Parkverboten bei der Ortseinsicht zur Chefsache.

Die Inspektionstour begann am Ortseingang von Hörblach, einem Hotspot in Sachen behindernden Parkens. Durch abgestellte Fahrzeuge in der Kitzinger Straße können vor allem Laster nur schlecht in die Tankstelle einfahren, Das Ausfahren geht dann meist nur in Richtung Ortsmitte, was die Anwohner besonders in der Nacht stört. "Die Parker sind meistens nicht von hier", schilderte eine Anwohnerin das Problem.

Lärm durch Standheizungen und Kühlanlagen

Wegen der Nähe zur Autobahn 3 stellen Pendler ihre Fahrzeuge am Straßenrand innerorts ab und fahren mit Kollegen weiter. Auch viele Lkw-Fahrer nutzten bisher den Straßenrand zum Einhalten ihrer Ruhezeiten. Nachts stören dabei der Lärm durch Standheizungen und Kühlanlagen, so eine betroffene Hörblacherin. Dem Vorschlag von Johann Sendner, kein absolutes, sondern ein eingeschränktes Halteverbot auszusprechen, kam das Gremium nach. Be- und Entladen sei dadurch möglich, so die einhellige Meinung.

Als weiteren Brennpunkt sah das Gemeindeoberhaupt in Hörblach das Parken gegenüber dem Gasthof Schwarzes Ross auf dem rechten Gehweg in Richtung Ortsausfahrt. Das Gremium beauftragte den gemeindlichen Bauhof mit dem Vermessen des Gehwegs. Sollte der Platz auf dem Gehweg für einen parkenden Pkw ausreichen, wird an dieser Stelle ein Parkplatz eingezeichnet, so die einvernehmliche Meinung. Ähnlich verhält es sich in Stadtschwarzach in der Schweinfurter Straße auf dem Gehweg gegenüber dem Polstergeschäft Albert Steet. Auch hier wird geprüft, ob bei einem oder zwei parkenden Autos noch ein Fußgänger mit einem Zwillingskinderwagen auf dem Gehweg passieren kann. Eineinhalb Meter Platz für den Gehweg ist die Vorschrift, so Verwaltungschef Norbert Filbig.

Zwei Parkplätze zwischen Würzburger Tor und Stadtpark

Kontrovers diskutiert wurde die Parksituation am Eingang zum Stadtpark in Stadtschwarzach. Da der Weg zum Park von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird und es immer wieder zu Behinderungen durch parkende Fahrzeuge kommt, entschied das Gremium mehrheitlich zwischen dem Würzburger Tor und dem Stadtpark zwei Parkplätze einzuzeichnen. Hartmut Ratz und Peter Kuhn stimmten dagegen. Ratz war der Meinung, überhaupt keine Parkplätze an dieser Stelle zu errichten. Bürgermeister Schmitt entgegnete, dass bei der Planung Parkplätze berücksichtigt worden seien. Außerdem seien durch den Stadtpark zahlreiche Parkplätze weggefallen. Zwei Parkflächen seien das Mindeste, so der Ortschef.

Als Brennpunkt sah das Ratsgremium auch den Bereich in der Hörblacher Straße in Stadtschwarzach zwischen der Kolping- und der Kardinal-Döpfner-Straße an. Schraffierte Sperrflächen sollen dort bald für eine bessere Sicht beim Einfahren in die Hörblacher Straße sorgen. Begutachtet wurde letztlich das Parkverhalten in der wenig befahrenen Wiesenleite in Stadtschwarzach.

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