Schwarzenau

Gesprächsbedarf unter den "Dorfschätzen"

Das Interesse an Informationen aus erster Hand durch Bürgermeister Volker Schmitt (links) bei der Bürgerversammlung in Schwarzenau war groß, 60 der 680 Einwohner hatten sich im Haus der Gemeinschaft eingefunden.
Foto: Guido Chuleck | Das Interesse an Informationen aus erster Hand durch Bürgermeister Volker Schmitt (links) bei der Bürgerversammlung in Schwarzenau war groß, 60 der 680 Einwohner hatten sich im Haus der Gemeinschaft eingefunden.

Mit einer positiven Nachricht eröffnete Schwarzachs Bürgermeister Volker Schmitt die Bürgerversammlung in Schwarzenau. Die Schulden des Marktes Schwarzach sind von 1,7 Millionen Euro (2014) auf 636.683 Euro (Ende 2022) gesunken, jeder Einwohner steht mit 176 Euro in der Kreide. "Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liegt bei 599 Euro", so Schmitt.

Ein Umstand, den etwa 60 Bürger und Bürgerinnen im Haus der Gemeinschaft wohlwollend zur Kenntnis genommen haben durften. Erfreulich sei auch die Gewerbesteuer mit etwas mehr als 2,6 Millionen Euro, was im Gegenzug weniger Schlüsselzuweisungen bringen würde, "das ist sozusagen die Sozialhilfe des Staates für klamme Kommunen".

Ob es bei diesen guten Zahlen bleibt, dürfte die Zukunft zeigen, denn der Markt hat sich noch einiges an Aufgaben vorgenommen, wie Schmitt später erläuterten sollte, etwa die Zehn-Millionen-Euro-Ertüchtigung der Kläranlage. Zunächst lieferte er einen Überblick über das, was in der jüngsten Vergangenheit alles abgearbeitet worden war. Zum Beispiel die Sanierung der Grundschule Schwarzacher Becken für zehn Millionen Euro, davon sechs für den Markt. Bilder von der Sanierung zeigten einen guten Eindruck davon, was der Gemeinderat mit ihren Steuergeldern alles so bewerkstelligt. Die Schülerzahlen seien erfreulich hoch, so Schmitt, "der Trend geht zum Drittkind", und auch die Mittagsbetreuung werde sehr gut angenommen.

Uneinigkeit beim Hochwasser

Der Hochwasserschutz wäre eigentlich ein Thema für ein komplettes Wochenende. Insgesamt, so der Bürgermeister, gehe es auch in dieser Thematik kontinuierlich weiter, etwa mit einem runden Tisch im Oktober. Dann werde unter anderem auch der Bauernverband mit am Tisch sitzen. Es habe sich auch eine Interessengemeinschaft gegründet, mit der es "langsam losgehen wird".

Zudem planen die "Dorfschätze", ein Zusammenschluss von neun Kommunen mit Schwarzach, ein eigenes Rückhaltekonzept für gut 14 Millionen Euro. Leider seien einige Ortschaften mit eigenen Konzepten ausgestiegen, "wir werden nochmal mit ihnen reden". Viele weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz werden auch in Schwarzach selbst ergriffen.

In der Fragerunde ragte die Tempobegrenzung auf 80 km/h an der St 2450 heraus. Allgemein fand sie Zustimmung, wenn auch so mancher Bürger sich noch ein Schild "Überholverbot" gewünscht hätte. Die durchgestrichene Linie, musste Schmitt zugeben, sei für manche Autofahrer optional. Den Wunsch, ganz Schwarzenau in eine Tempo-30-Zone umzuwandeln, sah Schmitt als "sehr schwierig" an.

Sandabbau ist bald bendet

Über eine Nachricht freuten sich die Bürger ungemein: der Sandabbau in Hörblach wird Ende 2025 beendet sein, die entstandenen Seen werden teilweise zugeschüttet und sollen teilweise für Angler und als Naherholungsbereich genutzt werden. Und: es ist jetzt auch möglich, den Main über den Campingplatz zu erreichen. Möglich macht das ein etwa 80 Zentimeter breiter Durchgang, "mehr gab das Vertragswerk mit dem Betreiber nicht her". Schmitt gönnte sich auch einen kurzen Ausblick auf die Dorferneuerung Schwarzenau, ebenfalls ein abendfüllendes Thema.

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