Kitzingen

Glosse: Auto-Kino, Auto-Disco... Auto-Abi?

Der etwas andere Wochenrückblick: Im Landkreis öffnete das erste Autokino. Auch Discos finden schon im Pkw statt. Was könnte da noch auf uns zukommen?
In Würzburg ging es am Dallenberg schon vergangene Woche los. Seit Mittwoch gibt es auch in Dettelbach ein Autokino.
In Würzburg ging es am Dallenberg schon vergangene Woche los. Seit Mittwoch gibt es auch in Dettelbach ein Autokino. Foto: Silvia Gralla

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Zeiten der Klimaerwärmung das Autokino sein Comeback feiert. Doch während der Corona-Krise öffnete eins nach dem anderen in der Region, so auch am Mittwoch in Dettelbach. Aber kommt Kino im Auto überhaupt ans echte Erlebnis ran? Was könnte sonst noch so im Auto laufen?

Eins fehlt von vornherein: die nervigen Sitznachbarn. Zugegeben, man kann zwar im eigenen Auto Leute aus dem Kontakthaushalt und der Familie mitbringen. Aber an deren Marotten hat man sich nach fast drei Monaten Lockdown ja schon gewöhnt. Den richtigen Kick gibt es einem doch erst, wenn man wildfremden Menschen beim Popcorn-Schmatzen zuhören darf. Und das gestaltet sich schwer, wenn du von ihnen durch zwei Autotüren getrennt wirst.

Auch mit den allseits beliebten brüllenden Kindern könnte es schwierig werden, wenn jeder isoliert im eigenen Auto sitzt. Das müssten dann schon echte Schrei-Profis sein. Genauso ist es auch mit dem Kino-Klassiker schlechthin: Die Leute, die gar nicht erst zum Filmschauen kommen, sondern nur zum Ratschen ins Kino gehen. Auch auf die muss man im Auto-Kino leider verzichten.

Abi-Aufgaben aus dem Drive-In-Schalter

Vielerorts gibt es übrigens auch Auto-Discos. Da dienten wohl die Rollschuh-Discos aus den 80er Jahren als Inspiration. Statt auf Rollen könnten Tanzwütige im Auto ihre Runden ziehen, dabei Pirouetten fahren oder den Beinahe-Unfall-Boogie tanzen. Das wäre doch was für den Landkreis Kitzingen. Am Mainfrankenpark gäbe es sicher auch dafür Platz. 

In Bayern begann am Mittwoch das Abitur mit der ersten schriftlichen Prüfung. Eigentlich wäre doch auch hier das Auto keine schlechte Lösung gewesen. Ein Schüler pro Fahrzeug auf den Parkplätzen der Schulen, und der Sicherheitsabstand wäre kein Problem mehr. Die Prüfungsaufgaben gäbe es wie beim Burgerladen am Drive-In-Schalter.

Abschreiben vom Sitznachbarn wäre unmöglich, weil ja jeder im eigenen Auto sitzt. Der Mundschutz könnte daheim bleiben. Wer noch begleitetes Fahren oder keinen Führerschein hat, darf ein Elternteil mitbringen. Damit es fair bleibt, müssten die auf Hilfsmittel wie Wörterbuch oder Taschenrechner verzichten. 

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