Wiesentheid

Keine Ruhe am Mehrgenerationenplatz

Der Mehrgenerationenplatz in Wiesentheid bietet für Kinder und Juendliche viel Raum zum Spielen. Er sorgt aber auch für Ärger wegen nächtlichem Betriebs.
Foto: Andreas Stöckinger | Der Mehrgenerationenplatz in Wiesentheid bietet für Kinder und Juendliche viel Raum zum Spielen. Er sorgt aber auch für Ärger wegen nächtlichem Betriebs.

Der Mehrgenerationenplatz in der Kolpingstraße in Wiesentheid stand wieder einmal im Mittelpunkt der Sitzung des Wiesentheider Gemeinderates. Etwa 30 Zuhörer begrüßte Bürgermeister Klaus Köhler zu den Beratungen in der Steigerwaldhalle. Ein Großteil davon waren Anwohner der für Kinder und Jugendliche gedachten Fläche, die in einem Wohngebiet liegt. Auf dem früheren Sportplatz im Ortskern befinden sich unter anderem auch Fitnessgeräte, oder ein Boule-Platz.

Anlieger hatten sich dort bereits in den letzten Jahren immer wieder über Lärm durch nächtliche Feier-Gäste beklagt, obwohl der Platz ab 22 Uhr für eine Nutzung gesperrt ist. Sämtliche Versuche der Gemeinde zur Eindämmung, wie ein Alkoholverbot, nächtliches Abschalten der Beleuchtung am Platz, Kontrollen durch Sicherheitsdienste brachten jedoch keine Besserung. „Wir haben bis heute noch keine praktikable Lösung, um die Ruhestörer weg zu bekommen“, gestand Bürgermeister Köhler.

Die Skaterfläche und damit den Treffpunkt der Jugendlichen an anderer Stelle, etwa an das Sportzentrum zu verlegen, wurde vom Gemeinderat skeptisch gesehen. Das liege zu weit abseits und werde nicht angenommen, so die Argumente.

Skaterplatzbau wegen Beschwerden gestoppt

Im Vorjahr hatte der Gemeinderat beschlossen, für den Mehrgenerationenplatz eine Skateranlage anzuschaffen. Das würde den Platz aufwerten, zudem bekäme die Kommune Zuschüsse durch die Städtebauförderung. Zuletzt ließ jedoch Bürgermeister Köhler den Ausbau des Skaterplatzes stoppen, weil es erneut Beschwerden der Nachbarn gab.

In der Sitzung wurde eifrig debattiert. Das Problem sei, dass man die Randalierer und nächtlichen Störenfriede nicht weg bekomme. Diese kämen auch, wenn dort keine Skateranlage stehe, meinte die für den Jugendtreff im Markt zuständige Ivonne Berthel. Es habe sich zudem gezeigt, dass es keine einheimischen jungen Leute seien, sondern auswärtige, bereits erwachsene, die extra abends an den Platz nach Wiesentheid kämen.

Für die Anwohner sprach Peter Wilms zu der Angelegenheit. Er habe nichts gegen Sport, oder Jugendliche. Ob die Skateranlage auf den Platz komme, oder nicht, mache schon einen Unterschied, weil diese wie auch das Basketballfeld, auch nachts genutzt werde. Das laute Klacken beim Skaten sei störend. „Wenn man den Platz attraktiver macht, dann werden dort Sessions stattfinden“, meinte Wilms.

Die Gemeindevertreter entschieden sich für einen Kompromiss. Man werde die Skateranlage anschaffen, aber noch nicht gleich aufbauen. Gedacht ist, Teile der Anlage im Bereich des Sportzentrums zu installieren. Dazu soll dort ein überdachter Unterstand als eine Art Treff gebaut werden.

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