Dettelbach

Kläranlage Dettelbach: Sanierung ist unumgänglich

Die Dettelbacher Kläranlage ist in Teilen veraltet und muss saniert werden. Das kostet Geld. Doch die neue Technik soll im Betrieb aber auch Geld sparen.
Betriebsleiter Martin Prühl klärt die Stadtratsmitglieder bei einem Vor-Ort-Besuch in der Dettelbach Kläranlage über die dringend sanierungsbedürftigen Anlagenteile, hier den Rechen und Sandfang, auf.
Betriebsleiter Martin Prühl klärt die Stadtratsmitglieder bei einem Vor-Ort-Besuch in der Dettelbach Kläranlage über die dringend sanierungsbedürftigen Anlagenteile, hier den Rechen und Sandfang, auf. Foto: Christine Pfanzer

Der Dettelbach Stadtrat hat sich mit umfangreichen Themen zu beschäftigen. Deshalb tagte er zusätzlich zu seiner Sitzung in der kommenden Woche auch diesen Montag. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Sanierung des Klärwerks und die Umgestaltung der Spielplätze.

Um sich ein Bild von der Lage im Klärwerk in der Mainstockheimer Straße zu machen, trafen sich die Stadtratsmitglieder vor Ort. Dort erläuterte Betriebsleiter Martin Prühl die sanierungsbedürftigen Teile der Anlage. Vor allem die Rechen- und Sandfanganlage müsse erneuert werden. Diese ist seit 1981 in Betrieb, wurde zwar 2008 saniert, entspreche dennoch nicht mehr den Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes. In Zukunft muss die Anlage zwei Wasserstraßen, statt wie bisher eine, haben, damit der Betrieb auch dann problemlos weiterlaufen kann, wenn eine Straße gewartet wird oder es eine Störung gibt. Zudem soll die Spannweite der Zinken der Rechen verkleinert werden, damit mehr Klärgut gefiltert werden kann. Dies spart laut Prühl viel Strom und damit Kosten, außerdem müssten so weniger Chemikalien für die weitere Klärung des Wassers eingesetzt werden.

Baubeginn im kommenden Frühjahr

Hans-Ulrich Hoßfeld vom Ingenieurbüro Hossfeld & Fischer, der die Sanierung plant, brachte in der folgenden Stadtratssitzung überdies einen Faulturm für die Kläranlage ins Spiel. Laut Hoßfeld lohne sich ein solcher Turm, der auch Klärgase für die Energieerzeugung abwerfe und damit einen Teil der elektrischen Energie der Kläranlage kompensieren kann, schon ab einer Einwohnerzahl von 15 000. Deshalb sollten die benötigten Leitungen schon während der Sanierung verlegt werden, damit später keine Erdbewegungen mehr nötig sind. Der Bau des neuen Rechens und Sandfangs, der circa ein halbes Jahr dauern wird, könnte laut Hoßfeld im Frühjahr 2021 beginnen.

Teile der Kläranlage in der Mainstockheimer Straße in Dettelbach müssen in naher Zukunft saniert werden.
Teile der Kläranlage in der Mainstockheimer Straße in Dettelbach müssen in naher Zukunft saniert werden. Foto: Christine Pfanzer

Einige Spielplätze in Dettelbach und seinen umliegenden Dörfern wurden bereits erneuert. Allen voran die Anlagen in Brück und Bibergau, wo vorhandene alte Spielgeräte teils vom TÜV nicht mehr freigegeben worden waren. Laut Sarah Geissler vom Planungsbüro arc.grün seien jedoch 80 Prozent der Spielplätze in Ordnung. Dennoch sieht sie Änderungsbedarf bei einigen Anlagen, da oft die gleichen Spielgeräte vorhanden seien oder dort nicht alle Altersgruppen beschäftigt werden können.

Die unter Dreijährigen haben bis auf einen Sandkasten oft keine Spielmöglichkeit. Außerdem kommen die Angebote für Jugendliche, aber auch für Senioren etwas zu kurz. Hier gäbe es die Möglichkeit, einige Spielplätze zu Mehrgenerationenplätzen umzugestalten, damit Großeltern und Enkel einen gemeinsamen Freizeitplatz nutzen können. Geissler schlug weiter vor, Spielplätzen, die neu gestaltet werden, ein Motto mitzugeben, das sich dann durch die ganze Anlage zieht. Priorität sollen nach dem Wunsch des Stadtrats nun die Spielplätze in Effeldorf sowie in der Anlage in Dettelbach haben.

Sauberkeit lässt zu wünschen übrig

Ein Thema war auch die Neugestaltung der Dettelbacher Mainlände. Hier beschloss der Stadtrat aber, dass dazu ein gesonderter Planungsauftrag vergeben werden soll.

Einige Stadtratsmitglieder merkten an, dass die Sauberkeit auf vielen Spielplätzen sehr zu wünschen übrig lässt. Laut Marcel Hannweber (CSU) liegen teils über 100 Zigarettenstummel auf den Anlagen, da kämen die Stadtgärtner kaum hinterher. An dieser Stelle sei deshalb an alle zu appellieren, die Plätze sauber zu halten und den eigenen Unrat ordnungsgemäß zu entsorgen. Eventuell kämen in Zukunft auch Spielplatzpaten infrage, die sich um die Ordnung und Sauberkeit kümmern, wie es ein ähnliches Pilotprojekt, das der Friedhofspaten, seit kurzer Zeit zeige.

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