Dettelbach

Kommentar: Bielek macht sich unnötigerweise zur Zielscheibe

Wer als Amtsträger Nebenjobs ausübt, geht das Risiko ein, öffentliche Interessen mit privaten zu vermischen. Vor diesem Fehler muss sich Dettelbachs Bürgermeister hüten.
Frei zu sprechen, ist für Matthias Bielek kein Problem. Die Arbeit als Sportmoderator, die er vor seiner Wahl zum Bürgermeister jahrelang ausgeübt hat, bezeichnet er als Hobby. Möglicherweise wird daraus schon bald ein Nebenjob. Das Bild zeigt Bielek im September 2019 während seiner Bewerberrede als Bürgermeisterkandidat vor den Freien Wählern im Historischen Rathaus von Dettelbach.
Frei zu sprechen, ist für Matthias Bielek kein Problem. Die Arbeit als Sportmoderator, die er vor seiner Wahl zum Bürgermeister jahrelang ausgeübt hat, bezeichnet er als Hobby. Möglicherweise wird daraus schon bald ein Nebenjob. Foto: Walter Sauter
Rechtlich betrachtet ist der Wunsch von Bürgermeister Matthias Bielek, nebenbei als Moderator zu jobben, mit dem Stadtratsbeschluss in der Tasche einwandfrei, zumal jedem seine Hobbys gegönnt sein sollten. Auch stellt Bielek keine Ausnahme dar. Bürgermeister im Vorständen, Abgeordnete als Referenten – das gibt es zuhauf. Leider. Denn insgesamt betrachtet nährt dies den Eindruck vieler Menschen, dass Politiker ihre Ämter und private wirtschaftliche Interessen zu selten sauber trennen.Bei Bielek drängt sich der Verdacht nicht auf, dass es ihm zuvorderst um ein paar zusätzliche Euro in der eigenen Tasche geht.