Kitzingen

Leserforum: An Castell ein Beispiel nehmen

Zum Artikel "Der Denkort hat einen neuen Namen" vom 29. August 2019 erreichte die Redaktion folgender Leserbrief. 

Am Hauptbahnhof in Würzburg soll bekanntlich ein Denkmal für die über 2000 jüdischen Mitbürger aus ganz Unterfranken errichtet werden, die in den Jahren 1941 bis 1944  von Würzburg aus nach Ostpolen sowie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Dass nun - dem Beispiel der Marktgemeinde Rüdenhausen folgend - eine kleine und finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete Gemeinde wie Castell, noch dazu, ohne selbst Deportationsopfer zu verzeichnen, sich aus Solidarität an der  Finanzierung des DenkOrts Aumühle am Hauptbahnhof in Würzburg beteiligt, ist angesichts der sich in der letzten Zeit häufenden antisemitischen Vorfälle in unserem Lande ein deutliches und schönes  Signal.

Ich ziehe meinen Hut vor dem Casteller Gemeinderat und hoffe, dass sich zahlreiche andere Gemeinden unseres Landkreises an Castell ein Beispiel nehmen!

Wolf-Dieter Gutsch
97353 Wiesentheid

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