Kitzingen

Mit dem Rad um die Welt: Abstecher nach Deutschland

Abstecher nach Deutschland       -  Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.
Foto: Ricci | Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.
Die Kitzingerin Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci sind seit Anfang September 2011 mit dem Fahrrad in der Weltgeschichte unterwegs. Wir berichten in loser Folge über das Abenteuer ihres Lebens.

So ging's weiter: Es heißt Abschied nehmen von Mexiko. Von Bacalar ging es durch den Dschungel, dann bis Cancún entlang der Karibikküste. Karibikstrände mit dem Fahrrad zu entdecken hat viel Schönes – die Farben des Meeres, die sanften Wellen, der feine Sand und die Palmen.

Es wird Zeit, den Kontinent zu wechseln. Nach 30 284 geradelten Kilometern wartet nun ein Neun-Stunden-Flug nach Madrid. Von dort startet die Schlussetappe. Nach zwei schlaflosen Jetlag-Nächten steht zunächst aber noch ein kleiner Schlenker an: Nach über fünf Jahren geht es erstmals wieder – für einen Kurzbesuch – nach Deutschland. Eine Art kleiner Heimaturlaub. Zwei Wochen in sechs Städten.

Vieles scheint auf den ersten Blick wie immer. Auf den zweiten, so schreibt Annika, erkennt man dann doch Veränderungen: „Was sich geändert hat, ist die Anzahl an Windrädern im Norden und Solardächern im Süden. Und Bio-Märkte im ganzen Land.

Nach all den Jahren im Ausland habe ich nun eine völlig neue Perspektive auf mein Land und meine Kultur. Ich brauche eine Weile, bis ich mich eingewöhne. Ich bin stolz, dass ich die Existenz des Genitivs nicht vergessen habe und diesen auch mitunter anwende. Dafür fallen mir Worte wie 'Weinberg' und 'Kleiderbügel' nicht mehr ein.“

Weiter schreibt Annika: „Mit Familie, Freunden und Lakritz finde ich mich ganz schnell wieder zurecht in dieser ebenso fremden wie vertrauten Welt. Roberto muss sich konzentrieren, den ganzen Tag nur Deutsch zu hören und zu sprechen ist nicht einfach.

Wir touren zwei Wochen lang quer durchs Land, besuchen Verwandte und Freunde, besichtigen mittelalterliche Städte, trinken viel zu viel Bier und essen viel zu viel Brot. All das Vollkorn ist für meine Verdauung erst mal etwas ungewöhnlich.“

Nach zwei Wochen Heimaturlaub steigen die Abenteurer wieder ins Flugzeug. Im Gepäck: ein Kilo Lakritz und sechs Tafeln Schokolade. Und während in der wiederentdeckten Heimat der kalte Herbstwind bläst, warten in Madrid noch angenehme 20 Grad – und natürlich die beiden Fahrräder.

Die letzte Etappe der Weltumradlung kann beginnen. Zielort: Bremen, der Studienort von Annika, wo im September 2011 alles anfing.

Das Abenteuer ihres Lebens: Wir berichten in loser Folge über die Rad fahrenden Welteroberer. Der Blog im Internet unter www.tastingtravels.com.

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