Kitzingen

Mit dem Rad um die Welt

Abstecher nach Deutschland       -  Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.
Foto: Ricci | Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.

Mit dem Rad um die Welt

Die Kitzingerin Annika Wachter und ihr Freund Roberto Gallegos Ricci sind seit Anfang September 2011 mit dem Fahrrad in der Weltgeschichte unterwegs. In losen Abständen berichten wir über die Erlebnisse der Weltumradler.

Und so ging es weiter: Es gibt sicher schlimmere Erlebnisse, als mit dem Rad durch Kalifornien zu fahren. Vor der Nase: Los Angeles. Geradelte Kilometer: 25 890.

Was überall deutlich zu sehen ist: Die Folgen der Dürre in Kalifornien. In manchen Restaurants ist man auf Pappteller und Plastikbecher umgestiegen, um sich das Wasser für den Abwasch zu sparen. Viele Campingplätze haben Duschen und Klos geschlossen und Dixi-Klos aufgestellt.

Der Weg führt nach Santa Barbara. Dort spricht ein Mann die Weltumradler an. Der Kalifornier heißt Doug und er lädt das Paar spontan ein, bei ihm zu übernachten.

Keine 15 Minuten später sitzt man zusammen in Dougs Küche. Immer wieder erstaunlich, wie schnell man in fremde Leben eintaucht. Menschen, die die Radfahrer keine fünf Minuten kennen, laden sie in ihre Häuser ein und vertrauen den Unbekannten mehr oder weniger ihr Hab und Gut an.

Der weitere Weg führt entlang schicker Strandvillen in Malibu, bis endlich Los Angeles auftaucht. Knapp vier Millionen Menschen leben in der Stadt, aber in der erweiterten Region tummeln sich 17,8 Millionen Menschen. Am Sandstrand von Santa Monica und Venice Beach kommt man auf gut asphaltierten Radwegen der Millionenstadt immer näher.

Los Angeles. Zur Begrüßung gibt es Weißwurst, süßen Senf und deutsches Bier. Dann steht ein Abstecher zu den Fox Studios auf dem Plan, um Robertos Freund Carlos zu besuchen.

Eines bestätigt sich dabei so gar nicht: Die Kitzinger hatten befürchtet, auf viele waffenbegeisterte Menschen mit Angst vor dem Unbekannten zu treffen. So weit das Vorurteil. Die Realität: „Durch viele großartige Menschen“, schreibt Annika in ihrem Reiseblog, „hat sich das komplett gewandelt. Wir wurden aufgenommen wie neue Freunde. Man kümmerte sich rührend um uns und wir haben die Leute in diesem Land ins Herz geschlossen.“

Auf der Weiterfahrt reiht sich Stadt an Stadt, der Verkehr bis San Diego ist dicht. Dazu kommt, dass Google Maps die Radler durch die verwirrendsten Straßen schickt.

Die Zeit drängt. Ein Familientreffen steht an: Die nächste Übernachtung findet bei Robertos Onkel Sergio und seiner Frau Narze statt. Zum Abendessen haben sich zudem Robertos Eltern und seine Schwester angesagt.

Der letzte Radeltag zur Grenze nach Mexiko findet mit Unterstützung statt: Robertos Vater ist mit von der Partie. Nach der Grenzüberquerung sind es keine zwei Kilometer mehr bis zu Robertos Elternhaus in Tijuana.

Dort wartet ein grandioser Empfang: Familie, Freunde und Fans stehen jubelnd vor dem Haus, 20 Minuten Umarmungen inklusive.

Tijuana wird für die Winterpause das neue Zuhause der Abenteurer. Das Paar will dort viele Präsentationen an Unis, Schulen, in Cafés und kulturellen Zentren halten, will auf Sponsorensuche gehen – und natürlich wird Weihnachten und Neujahr mit Robertos Familie verbracht.

Das Abenteuer ihres Lebens: Wir berichten in loser Folge über die Rad fahrenden Welteroberer. Der Blog im Internet unter www.tastingtravels.com.

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