KITZINGEN/FETHIYE

Mit dem Rad um die Welt: Sonntagsradler im Winter

Abstecher nach Deutschland       -  Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.
Foto: Ricci | Annika Wachter und ihr Mann Roberto Gallegos Ricci.

Die Kitzingerin Annika Wachter (25) und ihr Freund Roberto Gallegos Ricci (28) sind seit Anfang September mit dem Fahrrad in der Weltgeschichte unterwegs.

Aktueller Standort: Fethiye, eine Kreisstadt mit rund 68 000 Einwohnern an der türkischen Mittelmeerküste im Südwesten der Türkei.

Und so ging's weiter: Wenn man schon mal da ist – kann man auch ein paar Tage länger bleiben. Oder, um es mit Annika zu sagen: „Istanbul gefällt uns wunderbar und es gibt sehr viel zu sehen.“ Dass es länger nicht weiter geht und die Räder achtlos in der Ecke stehen, hängt auch mit einer dicken Erkältung zusammen, die sich die Welteroberer nach ein paar Tagen in der türkischen Metropole einfangen.

Ausgerechnet als der erste Schnee fällt, der den öffentlichen Verkehr sowie das Stromnetz lahm legt, geht die Reise weiter: Die Bustickets nach Fethiye wurden schon vor einiger Zeit gekauft. Nach 16 Stunden Fahrt durch Schneelandschaften sind die Temperaturen immer weiter gefallen, minus 13 Grad. Und das an der Mittelmeerküste.

In Fethiye warten Eda und Emir am Busbahnhof. Sie leiten mit ihrem Kollegen Orkun ein Hotel für Extremsportler. Adrenalin Village heißt es und wird erst einmal das neue Zuhause. Erstmals seit über vier Monaten packen Annika und Roberto die gesamten Taschen aus und richten sich häuslich ein – in einem Zimmer mit Wänden und Dach.

Kennengelernt haben sie die Hausbesitzer im Internet. Unter www.workaway.info wurde nach Freiwilligen gesucht, die für Kost und Logis ein bisschen bei der Arbeit helfen. Bis es im Rest des Landes warm genug zum Zelten ist, wollen die Weltumradler dort ausharren.

Von nun an beginnen die Tage mit dem Füttern der Hühner, Hunde, Katzen, des alten Pferdes, der Kaninchen und der Fische. Dann wird geputzt, gebastelt, renoviert, Holz gehackt, Beete gepflügt und Palmen gestutzt. Die Räder sind nur im Einsatz, um zum Supermarkt zu kommen. „Wir sind zu richtigen Sonntagsradlern verkommen“, schreibt Annika.

Und so geht's weiter: Einen festen Zeitplan gibt es nicht. Das Visum für die Türkei gilt bis 1. April, so lange soll auch überwintert werden. Von der Türkei soll es nach Georgien, von dort nach Aserbaidschan und Armenien gehen. Oder anders gesagt: „Pläne gibt's kaum – sie würden sich ja doch wieder ändern.“

Das Abenteuer ihres Lebens: Wir berichten in loser Folge über die Rad fahrenden Welteroberer. Der Blog im Internet unter www.tastingtravels.com.

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