Kitzingen

Mobilfunk soll unter die Haube

Der Kitzinger Markturm neben dem Rathaus: Unter dem Dach des denkmalgeschützten Gebäudes könnte sich in naher Zukunft ein Mobilfunksender der Telekom verstecken.
Foto: Harald Meyer | Der Kitzinger Markturm neben dem Rathaus: Unter dem Dach des denkmalgeschützten Gebäudes könnte sich in naher Zukunft ein Mobilfunksender der Telekom verstecken.

Ganz im Zeichen des Mobilfunks steht die Sitzung des Kitzinger Verwaltungs- und Bauausschusses am Dienstagabend (3. Mai, 18 Uhr). Dabei geht es um zwei neue Standorte für Sender in der Innenstadt – unter anderem im Marktturm – und einen 46-Meter-Masten nahe Hoheim.

Das Bauprojekt im Baywa-Lagerhaus in der Glauberstraße wird die Mobilfunk-Anlage auf dem Dach vertreiben. Der Sender der Telekom müsse „in Kürze abgebaut werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Ersatzstandort laut Schreiben der Telekom wäre der Hindenburgring Süd 1. Da zu dem Vorhaben keine näheren Details vorliegen, informiert die Bauverwaltung vorerst über die Pläne.

Um einen Grundsatzbeschluss geht es beim möglichen neuen Senderstandort im 39 Meter hohen Marktturm in der Innenstadt. Hier könnte ein zentraler Netz-Verteiler der Telekom für die Innenstadt unter der Turmhaube realisiert werden. Der Arbeitskreis Mobilfunk hat sich laut Vorlage für diese Lösung ausgesprochen.

Hintergrund ist das Bauvorhaben in der ehemaligen Bürgerbräu. Hier haben die Abbrucharbeiten begonnen. Und wenn der Platz für die neuen Gebäude mit 38 Eigentumswohnungen freigemacht wird, muss auch der Sender im Bürgerbräu-Areal weichen. Der soll dann vorerst – ein weiterer Punkt in der Ausschusssitzung – provisorisch auf dem rückwärtigen Dach der Herrnstraße 11 untergebracht werden.

Das Provisorium soll allerdings nach einer Forderung des Arbeitskreises Mobilfunk befristet bis zum 30. September nur als „Ausnahme“ genehmigt werden, wenn die Telekom nach Abbau der Antennen-Zwischenlösung in der Herrnstraße 11 fest in den Marktturm umzieht. Dies habe der Netzbetreiber „schriftlich zugesichert“, so das Bauamt.

Neuer 46-Meter-Mast

Die klaren Vorgaben an die Adresse des Betreibers haben einen juristischen Hintergrund: 2007 durfte die Stadt Kitzingen einen der wenigen Prozess-Erfolge im Kampf gegen einen damals recht wild wuchernden Antennenwald feiern. Zwei Sender auf dem Dach der Herrnstraße 11, die mit den Vorschriften der Gestaltungssatzung kollidierten, mussten in der Folge – Mitte 2010 – demontiert werden. Ersatzstandort war der Standort unter einem Dach im Bürgerbräu-Areal, der jetzt dem Abriss weicht.

Gänzlich neu ist ein 46-Meter-Mast, den der Anbieter Vodafone nordwestlich von Hoheim errichten will. Der Grund: Laut Angaben des Netzbetreibers seien das Gewerbegebiet Goldberg, die östliche Siedlung und Hoheim unterversorgt, wenn – wie geplant – die Sendeanlagen auf dem AWO-Haus am Klettenberg abgebaut werden. Die Verwaltung empfiehlt den Standort, der gut 200 Meter vom Goldberg und Hoheim entfernt liegt. Alternativen seien geprüft und als ungeeignet verworfen worden.

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