Kitzingen

Parkrempler: Kleiner Blechschaden mit großen Folgen

Au dem Gericht: Geldstrafe und zwei Monate Fahrverbot für 38-jährige Frau. Parkrempler auf Supermarkt-Parkplatz in Kitzingen nicht ernst genommen.
Weil sie nach einem Parkrempler flüchtete, muss eine Frau aus dem Landkreis jetzt zwei Monate zu Fuß gehen.
Foto: Oliver Berg | Weil sie nach einem Parkrempler flüchtete, muss eine Frau aus dem Landkreis jetzt zwei Monate zu Fuß gehen.

Unfallflucht oder unerlaubtes Entfernen von der Unfallstelle ist kein Kavaliersdelikt und ist Dauerthema am Amtsgerichts. Dabei kann ein realtiv kleiner Blechschaden relativ große Folgen haben. Diese Erfahrung hat jetzt auch eine 38-Jährige  gemacht. Die Frau muss nach einem Parkrempler eine Geldstrafe zahlen und darf zwei Monate lang kein Kraftfahrzeug bewegen.

"Ich habe aus der Sache gelernt", sagte die Frau, die sich nach einem Einspruch gegen einen Strafbefehl auf der Anklagebank des Amtsgericht wiederfand. Die Frau hat im Juni 2020 auf einem Supermarktparkplatz beim Ausparken ein anderes Auto angefahren. Dabei ist ein Schaden von genau 1212,71 Euro entstanden. Ihr entscheidender Fahler: Sie ist  weiter gefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Einspruch gegen Strafbefehl

Sie wurde erwischt, bekam einen Strafbefehl. Wegen des unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle sollte sie eine Geldstrafe zahlen, zwei Monate Fahrverbot kamen dazu. Dagegen hat die Frau Einspruch eingelegt und den auf die Höhe des Tagessatzes beschränkt. Damit hatte sie den Unfall selbst eingeräumt.

Richterin Patricia Finkenberger musste nur noch die Höhe des Tagessatzes neu festsetzen. Den passte sie den angespannten Einkommensverhältnisse der Kurierfahrerin an und senkte ihn auf 15 Euro. Damit hat sich der Einspruch gelohnt, was die Höhe der Geldstrafe angeht. Beim Fahrverbot, das ab einer bestimmten Schadenshöhe so gut wie automatisch fällig wird, gab es kein Entgegenkommen.

Aber das scheint sie im Griff zu haben. "Ich habe mit meinem Chef geredet, das geht klar", sagte sie dem Gericht. Patricia Finkenberger verabschiedete die Frau mit dem dringenden Hinweis, sich an das Fahrverbot zu halten und sagte: "Machen Sie es gut und kommen Sie nicht wieder."

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